Fußball

Sammer über Schalkes Jungstar Draxler soll Abitur machen

Weil er in vorletzter Minute der Verlänergung die Schalker gegen Nürnberg ins Halbfinale des DFB-Pokals schießt, kennt Fußball-Deutschland jetzt den 17-jährigen Julian Draxler. Der bricht die Schule ab und verzichtet aufs Abitur. DFB-Sportdirektor Matthias Sammer findet das falsch.

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Profifußball statt Klassenzimmer: Julian Draxler.

(Foto: dapd)

DFB-Sportdirektor Matthias Sammer würde den Schalker Jungstar Julian Draxler wieder zur Schule schicken. Mit der Aussage des Trainers Felix Magath, der 17-Jährige brauche kein Abitur, ist Sammer überhaupt nicht einverstanden.

"Ich finde es extrem schade, dass er die Schule abgebrochen hat. Ich nehme es Felix Magath nicht übel, aber es ist sehr, sehr traurig, dass wir es in Deutschland noch nicht geschafft haben, außergewöhnliche Fußballer wie Julian individuell zu fördern", sagte Sammer der "Bild"-Zeitung. Eine Profi-Karriere könne jederzeit durch eine Verletzung beendet werden. Für Sammer heißt die Lösung deshalb nicht Fußball oder Schule, sondern Fußball und Schule: '"Magath will diesen jungen Spieler nach oben bringen, dafür braucht er eine genaue Trainingssteuerung. Aber es muss doch möglich sein, dass der Junge sein Abitur macht, beispielsweise durch Extra- oder Einzelunterricht."

Magath wehrte sich gegen den Vorwurf, er habe Draxler zum Schulabbruch gedrängt. "Dafür habe ich gar kein Verständnis. Ich habe schon im August das erste Mal mit Julians Eltern über das Thema gesprochen." Draxler ging auf das Heisenberg-Gymnasium in Gladbeck und hätte voraussichtlich mit dem Abitur seine Schullaufbahn abgeschlossen. Er hatte durch seinen Siegtreffer im Pokal-Viertelfinale gegen den 1. FC Nürnberg (3:2 n. V.) erstmals überregional auf sich aufmerksam gemacht.

Quelle: ntv.de, sid