Fußball

Kurioses Farbenspiel in Freiburg Ein Mainzer schreibt Bundesligageschichte

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Robert Glatzel und sein Schuss in die Bundesliga-Geschichtsbücher.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Ob der FSV Mainz 05 am Ende der Saison die Klasse hält, ist noch völlig offen. Mit einem Sieg in Hoffenheim steigern die Rheinhessen ihre Chancen jedoch weiter - und erobern einen Platz in den Geschichtsbüchern der Liga. In Freiburg geht es unterdessen kurios zu.

Nein, die Konstellation mit drei verschiedenen Anstoßzeiten am auf Europapokalwochen folgenden Sonntag ist nicht die beste aller Lösungen zur Spielplangestaltung. Gerade bei den Fans ist die Zerstückelung der Spieltage höchst unbeliebt. Aber manchmal ermöglicht der frühe Anstoßtermin eben doch noch wohliges Staunen bei Statistikfreunden und Sammlern von Bundesligakuriositäten. Weil ein paar Mal im Jahr sonntags kurz nach dem Mittagessen angestoßen wird, geht es nur in diesen Begegnungen noch um den Rekord des frühesten Treffers der Bundesligageschichte.

Am 26. Spieltag war es mal wieder so weit: Robert Glatzel, Stürmer des FSV Mainz 05 netzte gegen die TSG Hoffenheim schon nach 26 Sekunden ein. Vor 13.31 Uhr hatte bisher noch kein Spieler in der Bundesliga getroffen - weil auch noch nie seit der Gründung der Bundesliga 1963 ein Spiel vor 13.30 Uhr angepfiffen wurde. "Da war ein bisschen Glück dabei, aber das war natürlich der perfekte Start", sagte Glatzel später bei DAZN und freute sich über den wichtigen 2:1-Sieg seiner Mainzer, die durch die drei Punkte die Abstiegszone verließen. Zumindest in dieser Saison muss Glatzel nicht mehr um seinen Rekord fürchten: 13.30-Uhr-Termine stehen erst wieder in der kommenden Runde auf dem Spielplan.

Kurioses Farbenspiel in Freiburg

Für das schnellste Bundesliga-Tor hatten die Rheinhessen, die in Hoffenheim einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf gefeiert hatten, aber deutlich zu lange gebummelt: Das erzielte Kevin Volland im Dress eben der TSG Hoffenheim am 2. Spieltag der Saison 2015/16. Nach gerade einmal neun Sekunden erlief der Stürmer einen Fehlpass von Bayern Münchens David Alaba und versenkte zur Führung. Damit knackte Volland den Rekord von Karim Bellarabi: Der Leverkusener war am ersten Spieltag der Saison 2014/15 nur ein paar Zehntelsekunden langsamer, als er zum 1:0 gegen Borussia Dortmund einschoss.

Nichts Historisches, sondern nur ein Kuriosum produzierten der FC Augsburg und der SC Freiburg am Sonntagabend: Wegen der Rot-Grün-Sehschwäche eines Spielers trat der SC Freiburg im Heimspiel gegen den FC Augsburg in seinen gelben Ausweichtrikots an. Das teilte ein Sprecher des Fußball-Bundesligisten vor dem Anpfiff auf Nachfrage mit. Normalerweise hätten die Breisgauer wie üblich in ihren roten Shirts gespielt. Da aber der FCA im Schwarzwald-Stadion in grünen Trikots auflaufen wird, hätte beim betroffenen SC-Profi möglicherweise Verwechslungsgefahr bestanden. "Da haben wir gesagt, das müssen wir ändern", sagte SC-Trainer Christian Streich bei Sky. "Das Risiko wollten wir nicht eingehen."

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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