Meister BVB sorgte für KuriosumEinen Rekord wird der FC Bayern heute mindestens knapp verpassen
Der FC Bayern München ist Deutscher Meister, das ist klar. Souverän sichert sich der Rekordmeister den 35. Titel. Die Kluft zum Relegationsrang ist gewaltig. Aber nicht historisch groß.
Am Nachmittag bekommt der FC Bayern München nach seinem Spiel gegen den 1. FC Köln (15.30 Uhr/ Sky und im Liveticker auf ntv.de) überreicht bekommen - zum 35. Mal in der Vereinsgeschichte. Dass der Rekordmeister auch in dieser Saison den Titel holt, steht seit Wochen fest, es ist eine Start-Ziel-Meisterschaft für Trainer Vincent Kompany und sein Team.
Auf dem Weg dorthin knackten die Bayern, die derzeit bei 86 Zählern stehen, zwar nicht den eigenen Punkterekord (91 Punkte in der Saison 2012/13), aber dafür pulverisierten sie die eigene Torbestmarke von 101 Treffern (1971/72): Vor dem Duell mit dem geretteten 1. FC Köln haben Harry Kane und Co. bereits 117 Tore erzielt. Doch einen eigenen gewaltigen Rekord wird der FC Bayern heute im Saisonfinale nicht knacken können.
Unglaubliche 63 Punkte lagen am Ende der Saison 2013/14 zwischen dem Meister FC Bayern München (90 Punkte) und dem Hamburger SV (27) auf dem Relegationsrang. So gewaltig war der Abstand zwischen dem Ersten und dem ersten Abstiegsplatz bzw. später dem Relegationsrang vorher und später in 63 Jahren Bundesliga nie wieder.
Bei einem Bayern-Sieg über den 1. FC Köln würde die Lücke selbst dann auf maximal 62 Punkte zum Abpfiff anwachsen, wenn die drei punktgleichen verbliebenen Abstiegskandidaten Wolfsburg, Heidenheim und St. Pauli (alle 27 Punkte) allesamt maximal einen Punkt einfahren würden. Der 16. Wolfsburg und der Letzte St. Pauli spielen mindestens einen direkten Absteiger im direkten Duell aus: Wer verliert, steigt sicher ab, St. Pauli hilft nur ein Sieg - wenn Heidenheim parallel nicht gegen den 1. FSV Mainz 05 gewinnt (alle Spiele 15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de).
Kurios: 1995/96 hatte der BVB als Meister ein Gegentor mehr kassiert als Absteiger 1. FC Kaiserslautern auf Platz 16, 1997/98 wiederum hatte Sensationsmeister nur 15 Tore mehr geschossen als Absteiger Karlsruher SC auf Platz 16. Da gibt die laufende Saison natürlich ganz andere Zahlen her: Derzeit hat der FC Bayern satte 75 (!) Tore mehr geschossen als der zitternde VfL Wolfsburg.
2013, als Jupp Heynckes den FC Bayern durch eine 91-Punkte-Saison fliegen ließ, verhinderte die vergleichsweise starke TSG Hoffenheim den Rekord: Der diesjährige Champions-League-Kandidat hievte sich mit einem 2:1-Sieg bei Borussia Dortmund noch auf Platz 16 - mit 31 Punkten.
Gutes Omen für Wolfsburg, St. Pauli oder Heidenheim: Wenn der Abstand besonders groß war, rettete sich der Bundesliga-16. jeweils später in der Relegation: Hoffenheim hielt 2013 mit zwei Siegen gegen den 1. FC Kaiserslautern die Klasse, der HSV setzte sich ein Jahr darauf dank eines mehr erzielten Auswärtstores (0:0, 1:1) gegen den Zweitligisten Fürth durch.
