Fußball

Spanischer Manipulationsskandal Ex-BVB-Spieler im Visier der Polizei

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Ciro Immobile ist italienischer Nationalspieler in Diensten von Lazio Rom - und auch ein passionierter Glücksspieler? Der ehemalige Dortmunder soll illegale Wetten platziert haben.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Der spanische Fußball muss sich derzeit mit einem Wettskandal auseinandersetzen. Im Zuge der Ermittlungen ist ein Ex-Profi von Borussia Dortmund in den Fokus gerückt. In dem Fall geht es um illegale Wetten und möglicherweise auch um manipulierte Spiele - mit Auswirkungen auf die Champions League.

Der italienische Fußball-Nationalspieler und frühere Dortmunder Ciro Immobile ist wegen angeblicher Beteiligung an illegalen Wetten offenbar ins Visier der spanischen Polizei geraten. Wie die Zeitung "As" unter Berufung auf offizielle Ermittlungsdokumente berichtet, taucht Immobiles Name in einem Gespräch zwischen Carlos Aranda, einem der Hauptbeschuldigten im spanischen Wettskandal um den Erstligisten Real Valladolid, und dem Italiener Mattia Mariotti auf.

Demnach habe Aranda, der inzwischen gemeinsam mit dem früheren Real-Madrid-Profi Raul Bravo in Untersuchungshaft sitzt, versucht, ein Spiel des damaligen italienischen Erstligisten Frosinone Calcio zu manipulieren. Bei Mariotti soll es sich den Untersuchungen zufolge um einen Vertrauten Arandas handeln. Immobile selbst soll als Stammgast in einem illegalen Wettbüro Mariottis verkehren und von dem Italiener auch als besonderer Kunde herausgestellt worden sein.

Wetten in Millionenhöhe

Im Rahmen des Skandals im spanischen Fußball soll das Spiel zwischen Valladolid und dem FC Valencia (0:2) am letzten Spieltag manipuliert worden sein. Ein Ermittler kam zu dem Ergebnis, dass Aranda und Bravo Wetten in Millionenhöhe auf vereinbarte Ergebnisse getätigt hätten. Die Gewinne seien in der Folge auch unter den beteiligten Spielern aufteilt worden, unter besonderem Verdacht steht der ehemalige Valladolid-Kapitän Borja Fernandez.

Valencia sicherte sich mit dem Sieg den vierten Platz in der Primera Division und damit die Teilnahme an der Champions League. Beide Tore resultierten aus gravierenden Abwehrfehlern. Auf Antrag des Absteigers FC Girona wurde inzwischen seitens des spanischen Verbandes RFEF ein Ermittlungsverfahren gegen Valladolid eingeleitet. Bei einem Schuldspruch droht dem Klub der Zwangsabstieg.

Quelle: n-tv.de, ter/sid

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