Fußball

Ex-Arsenal-Coach "keine Option" FC Bayern sagt Arsène Wenger ab

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Der FC Bayern sagte Wenger ab.

(Foto: imago/Nordphoto)

Arsène Wenger wird nicht Nachfolger von Niko Kovac beim FC Bayern München. Der langjährige Trainer des FC Arsenal bietet seine Dienste in München zwar an, doch der deutsche Fußball-Rekordmeister signalisiert: Kein Interesse.

Arsène Wenger würde zwar gerne, er darf aber nicht. Der französische Fußballtrainer meldete sich am Mittwoch beim FC Bayern, um sich als Kandidat für die Nachfolge des entlassenen Niko Kovac anzubieten. Doch nun teilte der Rekordmeister dem 70-Jährigen mit, dass er nicht an einer Zusammenarbeit interessiert sei. Das bestätigten die Münchner, nachdem zuerst die "Bild" über die Absage berichtet hatte.

Warum, blieb zunächst offen. Wenger war seit seinem Abschied vom FC Arsenal im Juni 2018 ohne Trainer-Job, zuvor coachte er die Gunners aus London in 22 Jahren zu drei Meisterschaften, sieben Erfolgen im FA Cup und je einmal in das Finale des Uefa-Cups sowie der Champions League. Gründe nannte ein Bayern-Sprecher auf Anfrage des Sportinformationsdienstes nicht, auch die "Bild" zitiert aus der Mitteilung nur: "Der FC Bayern schätzt Arsène Wenger für seine Arbeit als Trainer bei Arsenal London sehr, aber er ist keine Option als Trainer beim FC Bayern München."

Wenger galt als aussichtsreicher Kandidat mindestens für die Zeit bis zum Saisonende. Denn die vermeintlichen Wunschtrainer der Bayern-Chefetage - Erik von ten Hag von Ajax Amsterdam und der Paris St. Germain beschäftigte Thomas Tuchel - teilten bereits mit, dass sie in der laufenden Spielzeit nicht zur Verfügung stünden. Stattdessen wurde über einen Wechsel eines dieser beiden Trainer zur neuen Saison gemutmaßt. Bis zum Sommer 2020 hätte Wenger den in strauchelnden FCB wieder stabilisieren können. Zumal er auch eine Zusammenarbeit mit Interims-Übungsleiter Hansi Flick angeboten haben soll.

Daraus wird nun nichts - stattdessen könnte Flick von der kurz- zur mittelfristigen Lösung aufsteigen. Der 54-Jährige siegte zum Einstand am Dienstag mit 2:0 (0:0) gegen Olympiakos Piräus, mit dem Erfolg zog der FC Bayern frühzeitig in das Achtelfinale der Champions League ein. Auch gegen Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr/im Liveticker bei n-tv.de) steht er an der Seitenlinie. Allerdings hatte der scheidende Präsident Uli Hoeneß bereits vor der Partie gegen Piräus angekündigt, dass die Münchner in der darauffolgenden Länderspielpause und somit bis zum Gastspiel bei Fortuna Düsseldorf am 23. November eine langfristige Lösung der Trainerfrage präsentieren wollten.

Quelle: n-tv.de, tsi

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