Fußball

Ausschreitungen in Magdeburg FC Ingolstadt muss in Abstiegs-Relegation

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Ratlos nach der Pleite: Die Fußballer des FC Ingolstadt müssen den Klassenerhalt über den Umweg Relegation klären.

(Foto: imago images / DeFodi)

Der FC Ingolstadt muss weiter um den Verbleib in der 2. Fußball-Bundesliga zittern. Die Schanzer bleiben trotz einer zwischenzeitlich furiosen Aufholjagd in Heidenheim auf dem Relegationsplatz. In Magdeburg wird das Spiel gegen Köln wegen Fan-Ausschreitungen unterbrochen.

1. FC Heidenheim - FC Ingolstadt 4:2 (2:0)

Trainer Tomas Oral hat seine Rettungsmission beim Fußball-Zweitligisten FC Ingolstadt nicht auf direktem Weg krönen können. Die Oberbayern verloren am letzten Spieltag in einem dramatischen Spiel beim 1. FC Heidenheim mit 2:4 (0:2). Nach der ersten Niederlage mit Oral beenden sie die Spielzeit auf Platz 16. In der Relegation trifft der FCI auf den SV Wehen Wiesbaden. Das Hinspiel beim Dritten der 3. Liga findet an diesem Freitag statt. Das Rückspiel folgt am 28. Mai im Ingolstädter Sportpark. Die Ingolstädter holten einen 0:2-Rückstand durch Tore von Sonny Kittel (58. Minute) und Marcel Gaus (76.) auf, ehe sie bei ihrem Sturmlauf scheiterten. Patrick Mainka (28.), Robert Andrich (32.) sowie Arne Feick (82.) und Robert Leipertz (88.) mit einem späten Doppelschlag trafen für die Heidenheimer. In der hektischen Endphase sah Heidenheims Stürmer Glatzel die Rote Karte (90.+3). Die Ingolstädter hätten gewinnen müssen, um den SV Sandhausen doch noch vom rettenden 15. Rang zu verdrängen.

SSV Jahn Regensburg - SV Sandhausen 2:2

Nach einem verdienten 2:2 (1:1)-Unentschieden bei Jahn Regensburg hat der SV Sandhausen den ersehnten Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht. Das Remis reichte, um Verfolger FC Ingolstadt auf Abstand zu halten und den Gang in die Relegation gegen Wehen Wiesbaden zu vermeiden. Vor 12.909 Zuschauern brachte Kevin Behrens (15.) die Gäste mit einem artistischen Lupfer in Führung. Für den Ausgleich sorgte Hamadi Al Ghaddioui, der in der 42. Minute einen Stellungsfehler von Alexander Schirow ausnutzte und vollstreckte. Nach dem Seitenwechsel war es erneut Al Ghaddioui (60.), der aus kurzer Distanz traf, ehe auch Behrens (80.) seinen zweiten Treffer erzielte. In der Schlussphase konnten die Gäste weitere Chancen zum Sieg nicht nutzen. Regensburgs Trainer Achim Beierlorzer wurde von Schiedsrichter Martin Petersen wegen Reklamierens in der Schlussphase auf die Tribüne geschickt.

1. FC Magdeburg - 1. FC Köln 1:1 (0:1)

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Auf der Tribüne kam's zu schweren Auseinandersetzungen zwischen Fans aus Köln und aus Magdeburg.

(Foto: dpa)

Aufsteiger 1. FC Köln hat sich mit einem Unentschieden aus der Liga verabschiedet. Im letzten Spiel unter Interimstrainer Andre Pawlak reichte es für den Meister bei einer von Zuschauerausschreitungen überschatteten Partie nur zu einem 1:1 (1:0) bei Absteiger 1. FC Magdeburg, bei dem der glücklose Coach Michael Oenning vor dem Abpfiff verabschiedet wurde. Zweitliga-Torschützenkönig Simon Terodde (3.) mit seinem 29. Saisontreffer hatte die Geißböcke in Führung gebracht, Felix Lohkemper (53.) traf für Magdeburg. Köln hatte bereits vor zwei Wochen beim Debüt von Pawlak die Rückkehr ins Oberhaus perfekt gemacht. In Durchgang zwei musste die Partie wegen Fanausschreitungen von Schiedsrichter Sven Waschitzki für vier Minuten unterbrochen werden. Im Anschluss an Lohkempers Ausgleichstreffer waren die Fanlager  aneinandergeraten und handgreiflich geworden. Nach der unfreiwilligen Pause quälten sich beide Teams über die Zeit.

Arminia Bielefeld - Holstein Kiel 1:0 (0:0)

Arminia Bielefeld hat einen erfolgreichen Saisonabschluss gefeiert. Beim 1:0 (0:0) über Holstein Kiel gelang dem Team von Trainer Uwe Neuhaus der dritte Sieg in Serie. Dank des Treffers von Jonathan Clauss (72. Minute) vor 22.867 Zuschauern in der Schüco-Arena verbesserten sich die Ostwestfalen auf Tabellenplatz sieben und schlossen die Rückrunde als zweitbestes Team ab. Die punktgleichen Kieler, die zwischenzeitlich sogar um den Aufstieg mitgespielt hatten, müssen sich am Ende der Spielzeit mit Rang sechs begnügen. Das sportlich bedeutungslose Spiel nahm erst von der 20. Minute an Fahrt auf. Dafür sorgten vor allem die Bielefelder, die in der 32. und 38. Minute gute Chancen zur Führung ausließen. Die Gäste erhöhten nach der Pause das Tempo. So traf Alexander Mühling in der 49. Minute die Latte. Doch der zwölf Minuten zuvor eingewechselte Clauss sorgte mit einer sehenswerten Direktabnahme für den insgesamt verdienten Sieg der Bielefelder.

Hamburger SV - MSV Duisburg 3:0 (1:0)

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Zum Abschied gab's nochmal einen Sieg für Coach Hannes Wolf.

(Foto: dpa)

Versöhnlicher Saisonabschluss für den Hamburger SV und seinen scheidenden Trainer Hannes Wolf: Eine Woche nach der verpassten sofortigen Bundesliga-Rückkehr setzten sich die Hanseaten gegen das Tabellenschlusslicht MSV Duisburg weitgehend mühelos mit 3:0 (1:0) durch und beendeten damit eine Serie von neun sieglosen Pflichtspielen hintereinander. Vor 51.147 Zuschauern im fast ausverkauften Volksparkstadion gelang Leo Lacroix per Kopf nach Eckball von Olympiasieger Douglas Santos in der 15. Minute der Führungstreffer. Vier Minuten nach Wiederbeginn erhöhte Manuel Wintzheimer mit einem Abstaubertor den Vorsprung, ehe Jann-Fiete Arp (67.) den Endstand herstellte. Die Partie war seit Wochen trotz Topspielzuschlags ausverkauft, viele Fans hatten auf eine anschließende Aufstiegsparty spekuliert - vergeblich. Anders als im Vorjahr nach dem ersten Abstieg der Vereinsgeschichte blieben Zuschauerausschreitungen aus. Um keine Protestaktionen der Besucher auszulösen, wurde auf offizielle Verabschiedungen von Profis verzichtet.

SV Darmstadt 98 - Erzgebirge Aue 1:0 (1:0)

Der SV Darmstadt 98 hat eine phasenweise turbulente Saison mit einem Sieg über Erzgebirge Aue versöhnlich abgeschlossen. Beim 1:0 (1:0) vor 10 570 Zuschauern am Böllenfalltor erzielte Tobias Kempe (15. Minute) den einzigen Treffer. Beide Teams hatten bereits mehrere Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt geschafft, so dass es am letzten Spieltag nur noch um eine Platzierung im unteren Mittelfeld der Tabelle ging. Yannick Stark leitete das Tor mit einem großartigen Diagonalpass ein. Kempe nahm den Ball gekonnt an, zog nach innen und verwandelte sicher. Es war sein zehntes Saisontor. Aue hatte in der ersten Hälfte durch Pascal Testroet (23.) die Chance zum Ausgleich, die Daniel Heuer Fernandes im Nachfassen vereitelte. Auch im zweiten Durchgang drängten die Gäste auf den Ausgleich. Vor allem Testroet (50., 58. und 74.) ließ mehrere Gelegenheiten aus.

SpVgg Greuther Fürth - FC St. Pauli 2:1 (0:0)

Die SpVgg Greuther Fürth bejubelt einen späten Sieg. Richard Magyar sorgte in der zweiten Minute der Nachspielzeit für den 2:1 (0:0)-Erfolg gegen den FC St. Pauli. Beim Heimspiel brachte Fabian Reese (52. Minute) die Gastgeber in Führung, fast postwendend erzielte Dimitrios Diamantakos (54.) den Ausgleich. Die Gäste mussten die letzte halbe Stunde vor 13 890 Zuschauern nach der harten Gelb-Roten Karte für Brian Koglin in Unterzahl bestreiten (61.). Die Hanseaten erwischten den besseren Start, doch einen Nutzen konnten sie daraus nicht schlagen. Die beste Möglichkeit im ersten Durchgang hatten die Gastgeber, die immer besser ins Spiel fanden. Nach Vorarbeit von Maximilian Wittek zog Julian Green ab, traf aber nur die Unterkante der Latte (39.). Nach dem Seitenwechsel nutzten beide Teams gleich die erste Chance. Ein Freistoß von Green wurde von Magyar vor das Pauli-Tor geköpft. Dort verwandelte die Schalke-Leihgabe Reese. Die Gäste antworteten schnell. Nach gutem Zuspiel von Finn Ole Becker glich Diamantakos aus. Pech hatten die Fürther bei weiteren Lattentreffer, jeweils durch den eingewechselten David Atanga. Nach einem Eckball von Green belohnte Magyar die Gastgeber.

Quelle: n-tv.de, tno/dpa/sid

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