Fußball

"Es ist ein trauriger Tag" Fabio Cannavaro hört auf

Vor fünf Jahren erlebte er seinen Karrierehöhepunkt. Nun beendet Fabio Cannavaro, Fußball-Weltmeister von 2006, seine aktive Karriere. Künftig wird er als Berater für seinen letzten Verein Al Ahli Dubai tätig sein. Er fühle sich dort wohl, so der Italiener.

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Cannavaro 2006 mit dem WM-Pokal.

(Foto: AP)

Auf den Tag genau fünf Jahre nach dem Finalsieg bei der WM in Deutschland gegen Frankreich hat Italiens früherer Weltfußballer Fabio Cannavaro sein Karriereende bekannt gegeben. "Es ist ein trauriger Tag, schließlich ist Fußball in den vergangenen 20 Jahren ein wichtiger Teil meines Lebens gewesen. Aber nach einer medizinischen Untersuchung habe ich entschieden aufzuhören. Die Ärzte haben mir erklärt, dass ich nicht mehr spielen kann", sagte der 37-Jährige.

Cannavaro, beim Triumph von Berlin 2006 Italiens Kapitän, ist mit 136 Einsätzen Rekord-Nationalspieler seines Landes. Nach dem unrühmlichen Aus bei der WM 2010 trat er aus der "Squadra Azzurra" zurück. 2006 wurde Cannavaro zum Weltfußballer des Jahres gewählt.

Berater in Dubai

Als Profi hatte der gebürtige Neapolitaner für den SSC Neapel, den AC Parma, Inter Mailand, Juventus Turin, Real Madrid und zuletzt Al Ahli Dubai gespielt. Dort wird Cannavaro künftig als technischer Berater den Rest seines seit 2010 laufenden Dreijahresvertrags erfüllen. "Meine Familie und ich fühlen uns in Dubai zu Hause", sagte Cannavaro.

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Zweimal spielte Cannavaro bei Juventus Turin, unterbrochen durch ein Engagement bei Real Madrid.

(Foto: AP)

In Cannavaros Zeit bei Juventus Turin fällt auch der italienische Fußball-Manipulationsskandal, in Folge dessen dem Team zwei Meistertitel aberkannt wurden und Juve in die Serie B absteigen musste. Cannavaro verließ den Verein daraufhin Richtung Real Madrid, um nach drei Jahren wieder zu Juve zurückzukehren.

In dem Emirat war der gealterte Weltstar zuletzt sportlich in die Kritik geraten. "Er hat nicht die Leistungen gebracht, die wir von einem Spieler seiner Qualität erwartet haben", sagte Klub-Präsident Abdullah Saeed, ruderte aber nun zurück: "Wir sind wirklich traurig, dass Fabio nicht mehr für unseren Klub spielen kann, freuen uns aber, dass wir die Zusammenarbeit mit ihm fortsetzen können."

Quelle: n-tv.de, sid

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