Fußball

Durchhalteparolen im Abstiegskampf Fink redet seinen HSV stark

Der Hamburger SV kassiert in der Fußball-Bundesliga eine herbe Niederlage. Aber Trainer Thorsten Fink hat einen Plan. Er will die Ursachen für das Versagen ergründen. Das Debakel gegen Dortmund soll nur ein Ausrutscher gewesen sein. Und gegen die Hertha werde natürlich alles besser.

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"Die Mannschaft wird zeigen, was sie kann": Thorsten Fink.

(Foto: AP)

Nach der 1:5-Pleite gegen Meister Borussia Dortmund ist Trainer Thorsten Fink nun mit der schnellen Beseitigung des Scherbenhaufens beschäftigt. "Die Mannschaft wird zeigen, was sie kann", kündigte der Coach des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV mit Blick auf den nächsten Auftritt bei Hertha BSC an. Nach den ersten drei Monaten in Hamburg hatte der 44-Jährige geglaubt, mit seinem Team deutlich weiter zu sein. Nun aber ist er stärker denn je als Motivator gefragt und muss seinen Spielern Selbstvertrauen einreden.

Fink konnte die Frage nicht beantworten, warum sein Team gegen den meisterlichen Champion BVB "ohne Courage, ohne Mut" gespielt hatte. Eigentlich wollte sich der HSV Richtung vorderes Tabellenmittelfeld orientieren. Nun ist für die im Umbruch steckende Mannschaft erneut der angsterfüllte Blick Richtung Abstiegsplätze angesagt. Zwei Punkte bis zum Relegationsrang, drei bis zum Abstieg: Über Angriffe auf die europäischen Pokalplätze zu schwadronieren, sollte sich da eigentlich verbieten. Der Trainer will nach der ersten Punktspiel-Pleite unter seiner Regie dem Übel nun in Einzelgesprächen auf die Spur kommen.

"Die Pause hat uns nicht gut getan"

Es scheint, als hätte die Winterpause die Mannschaft aus der Bahn geworfen. "Die Pause hat uns nicht gut getan", befand Fink. "Ich hätte nie gedacht, dass das möglich ist", sagte Sportchef Frank Arnesen. Tiefer in die Analyse drang Marcell Jansen ein. Der Mittelfeldspieler hatte das Unheil kommen sehen: "Das hat sich im Trainingslager abgezeichnet. Da haben unsere Gegner zu leicht Torchancen herausgearbeitet. Weil wir da aber die stärkere Mannschaft waren, konnten wird das überspielen." In der Abwehrarbeit sieht Fink ohnehin Defizite. Darüber mag er in der Öffentlichkeit zwar nicht reden, meinte jedoch vielsagend: "Wir sind noch nicht so weit."

Das Debakel gegen die starke Borussia ist für den HSV allerdings kein Grund, um auf dem Transfermarkt zuzuschlagen. "Ich habe Vertrauen in unsere Spieler. Das war ein einmaliger Ausrutscher", sagte Arnesen. Und verspricht für Samstag in Berlin einen "ganz anderen HSV". Nachwuchschef Bastian Reinhardt weiß genau, was ein vermasselter Auftakt bedeuten kann. "Es ist schwer, wenn man am Anfang gleich so einen Koffer bekommt", sagte der Ex-Profi. "Gegenwärtig spielen wir gegen den Abstieg. Ich bin aber sehr optimistisch, dass wir da rauskommen."

Quelle: ntv.de, dpa