Fußball

Stuttgart verschärft FCN-Krise Gomez darf endlich wieder für den VfB jubeln

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Gomez drehte das Spiel für Stuttgart.

(Foto: imago images/Pressefoto Baumann)

Seit acht Spielen ist der 1. FC Nürnberg ohne Sieg. Daran ändert auch der Führungstreffer gegen VfB Stuttgart nichts. Zum Abschluss des 14. Spieltags der zweiten Fußball-Bundesliga stehen beide Teams auf einem Relegationsplatz. Während die Schwaben nach oben gucken, droht dem Club der Absturz.

Dank eines wiedererstarkten Mario Gomez hat der VfB Stuttgart einen ersten Schritt aus der Krise gemacht und die Sorgen des 1. FC Nürnberg vergrößert. Ein Tor und eine Vorlage des ehemaligen deutschen Nationalspielers ebneten den Schwaben den Weg zum 3:1 (0:1) gegen den seit nun acht Spielen sieglosen FCN.

Michael Frey hatte die Gäste in der zehnten Minute zwar in Führung geschossen. Für den ersten Erfolg unter dem neuen Trainer Jens Keller reichte es aber nicht, weil der eingewechselte Silas Wamangituka (58./Handelfmeter), Gomez (59.) und Philipp Förster (72.) die Partie zugunsten des VfB drehten. Die Franken bleiben nach der Niederlage Drittletzter. Der VfB dagegen kehrte auf den dritten Rang zurück, hatte aber zunächst erneut die Folgen des Videobeweises verkraften müssen.

Erst erkannte Schiedsrichter Robert Schröder nach eigener Sichtung der Bilder einen Treffer von Wataru Endo (28.) ab, weil Gomez seinen Gegenspieler im Strafraum leicht gerempelt hatte. Dann traf Gomez (34.) selbst per Flugkopfball, allerdings hatte der Linienrichter die Fahne gehoben - und auch der Überprüfung durch Video-Assistent Christof Günsch hielt die Entscheidung stand, da der Ex-Nationalstürmer wie schon zuletzt dreimal in Sandhausen erneut ganz knapp im Abseits gestanden hatte.

Vor allem nicht mehr so viele Ballverluste

Die für den VfB erneut bitteren Erfahrungen mit der Technik sorgten aber für eine erstaunliche Wende der Partie. Zwar hatte der VfB wie gewohnt mehr Ballbesitz als der Gegner. Aber erst nach den aberkannten Treffern wurde er zielstrebiger, spielte vertikaler - und leistete sich vor allem nicht mehr so viele Ballverluste. Die Gastgeber profitierten allerdings auch von erstaunlich passiven Nürnbergern, bei denen der erhoffte Effekt des Trainerwechsels schon nach drei Spielen verpufft zu sein scheint.

Freude war beim gebürtigen Stuttgarter nur nach dem frühen Führungstor durch Frey aufgekommen, der nach Kopfballvorlage von Geis frei vor VfB-Torhüter Bredlow stand - und wuchtig ins Tor schoss. Aber spätestens nach 30 Minuten drehte dann der VfB auf. Erst traf der eingewechselte Wamangituka per Handelfmeter, der ebenfalls erst durch den Videobeweis ermöglicht worden war. Wenige Sekunden später traf Gomez aus der Drehung mit links - und legte dann auch noch für Förster vor, der nur noch einschieben musste.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa