Fußball

Nächstes unrühmliches Kapitel Großkreutz fliegt bei Uerdingen raus

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Großkreutz ist seinen Job in Uerdingen los.

(Foto: imago images/Revierfoto)

Der Streit zwischen Kevin Großkreutz und dem KFC Uerdingen eskaliert endgültig. Der Drittligist kündigt dem Weltmeister von 2014 fristlos. Schon zuvor treffen sich beide Parteien wegen einem Zwist über das Gehalt vor Gericht - und dort wird es nun wohl weitergehen.

Die Karriere von 2014er-Weltmeister Kevin Großkreutz ist um ein unrühmliches Kapitel reicher: Dem 32-Jährigen ist beim Drittligisten KFC Uerdingen fristlos gekündigt worden. Zu den Gründen wollte sich der Klub laut "Reviersport" nicht äußern. Nach Schlägerei vor einem Klub, Pinkel-Posse in einer Hotel-Lobby, Anzeige nach einer Döner-Attacke und weiteren Eskapaden, steht Großkreutz damit wieder einmal unerfreulich im Rampenlicht.

Großkreutz führt aktuell einen Rechtsstreit mit den KFC-Verantwortlichen. Der Klub hatte seine Gehaltszahlungen komplett eingestellt, nachdem der Defensivspieler während der Corona-Krise einem 30-prozentigen Gehaltsverzicht nicht zugestimmt hatte. Dabei hatte sich der Mannschaftsrat im April auf diesen Verzicht geeinigt.

Doch der frühere BVB-Profi, dessen Vertrag in Uerdingen noch bis Juni 2021 gelaufen wäre, weigerte sich, mitzuziehen. Er war offenbar nicht zu weiteren Gehaltseinbußen bereit, nachdem sich der KFC und sein Berater Konstantin Liolios bereits im Juli 2019 auf eine Gehaltsreduzierung um monatlich 14.000 Euro geeinigt hatten, womit Großkreutz laut "Reviersport" von den zuvor vertraglich vereinbarten 51.000 Euro brutto pro Monat nur noch 37.000 Euro monatlich ausgezahlt bekam.

Verweigerte Zahlung war rechtswidrig

Die Uerdingen-Verantwortlichen hatten sich im August öffentlich über ihren Spieler geäußert: "Als einziger Spieler der Mannschaft des KFC Uerdingen war Kevin Großkreutz nicht bereit, den Verein im Zuge der großen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie zu unterstützen und entlasten. Trotz monatelanger Gespräche mit dem Spieler und seinem Berater war es nicht möglich, eine Einigung zu erzielen."

Aufgrund des Rechtsstreits trafen sich beide Parteien am 17. September vor dem Krefelder Arbeitsgericht. Der Vorsitzende Richter David Hagen betonte, dass die verweigerte Gehaltszahlung rechtswidrig sei. Bis Ende September sollten der Klub und sein Spieler eine Einigung erzielen - was nicht passierte. Stattdessen folgte am 1. Oktober die fristlose Kündigung.

Laut Medienberichten ist davon auszugehen, dass der nächste Rechtsstreit folgen wird, Großkreutz wird die fristlose Kündigung nicht einfach hinnehmen. Zumal laut "liga3-online.de" der 32-Jährige offenbar einige Mitstreiter hinter sich weiß. Demnach haben sieben weitere Spieler eine Klage gegen den KFC eingereicht, alle spielten mal beim Drittligisten. Der KFC teilte dem Bericht zufolge lediglich mit, dass es "im Nachgang des Sonderspielbetriebs Fragestellungen zum Thema des Vertragsendes" gegeben habe.

Quelle: ntv.de, ara