Fußball

BVB oder wieder Red Bull? Haalands Wechsel rückt offenbar näher

Es scheint nicht mehr die Frage zu sein, ob Europas Top-Sturmtalent Erling Haaland Salzburg verlässt - sondern nur noch, wohin es ihn zieht. Die gute Nachricht für alle deutschen Fußballfans mit einem Faible für dynamische Angreifer: Der Weg des 19 Jahre alten Norwegers führt wohl in die Bundesliga.

Borussia Dortmund bemüht sich offenbar sehr, Torjäger Erling Haaland zu verpflichten. Es gibt aber Konkurrenz aus der Fußball-Bundesliga. Red Bull Salzburg, Haalands Noch-Klub, bestätigte, dass auch RB Leipzig in Kontakt mit dem 19 Jahre alten Norweger ist. "Wir sind in alle Gespräche involviert", sagte Salzburgs Sportdirektor Christoph Freund. "Wir wussten natürlich auch, dass Haaland am Mittwoch zu Gesprächen in Leipzig und Dortmund war. Alle in Salzburg wollen das Beste für ihn." Drei Stunden stoppte die Chartermaschine mit Haaland und seiner Entourage in Leipzig, danach war es weiter nach Dortmund gegangen.

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Applaus, Applaus.

(Foto: imago images/GEPA pictures)

Demnach verhandelten die Bundesligisten nur einen Tag nach dem Aus der Salzburger in der Champions League nach dem 0:2 gegen den FC Liverpool im letzten Gruppenspiel mit dem Norweger, der als eines der größten Sturmtalente Europas gilt. Es verdichten sich die Gerüchte, dass es bereits im Winter einen Wechsel geben könnte. Der 1,94 Meter große Angreifer steht beim österreichischen Klub zwar bis Juni 2023 unter Vertrag, er soll aber wegen einer Ausstiegsklausel im Vertrag für 20 bis 30 Millionen Euro zu haben sein - angesichts von acht Treffern in sechs Champions-League-Spielen ein Schnäppchen.

Wie gemacht für Borussia Dortmund

Haaland, der in dieser Saison 28 Treffer in 22 Spielen erzielte, würde perfekt in das Anforderungsprofil des BVB passen. So hatte es Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke unlängst als Fehler bezeichnet, im Sommer keinen echten Mittelstürmer als Alternative für den verletzungsanfälligen Paco Alcácer verpflichtet zu haben. Ein körperlich robuster Spieler wie Haaland könnte das Angriffsspiel der Dortmunder beleben, Einsatzzeiten wären ihm garantiert. Konkretes gab es aus Dortmund vor dem Bundesligaspiel am Samstag beim 1. FSV Mainz 05 (ab 15.30 Uhr im Liveticker bei n.tv.de) erwartungsgemäß nicht zu hören: "Wir werden uns zu dieser Personalie nicht äußern", antwortete Sportdirektor Michael Zorc auf Nachfragen. "Unser Fokus liegt auf den Spielern, die bei uns unter Vertrag stehen."

In Leipzig wiederum schießt Timo Werner Tore wie am Fließband, dazu steht mit dem von der AS Rom ausgeliehenen Tschechen Patrik Schick schon ein Strafraumstürmer mit ähnlichen Voraussetzungen wie Haaland im Kader. Ein Gewinn wäre der für den Bundesligazweiten dennoch. "Er ist extrem dynamisch und torgefährlich. Er ist ein richtig guter Junge, der eine große Zukunft vor sich hat", urteilte Marco Rose im "Kicker". Unter dem Trainer von Borussia Mönchengladbach feierte Haaland in der vergangenen Saison in Salzburg sein Debüt bei den Erwachsenen.

In den vergangenen Jahren waren zahlreiche Spieler innerhalb der Red-Bull-Fußball-Filialen weitergereicht worden, meist allerdings in eine Richtung. Haaland wäre der 17. Spieler, der von Salzburg nach Leipzig wechselt. "Ich versichere, dass das Team Haaland in Dortmund gewesen ist. Sie waren auch zu Gesprächen in Leipzig. Es ist immer noch offen, was passiert", twitterte zwar der norwegische TV-Experte und ehemalige Bundesligaprofi Jan-Aage Fjörtoft.

Dieses Mal wird es mit einem konzerninternen Wechsel offenbar nicht so einfach. Im "Team Haaland" spielt außerdem noch Mino Raiola, der auch Zlatan Ibrahimovic und viele andere der größten Namen im Fußball berät. Ein Big Player, den Konzerninteressen kaum beeindrucken. Ein zusätzliches Schmankerl: Aufgrund einer Regeländerung der Uefa könnte der Norweger trotz seiner begeisternden Champions-League-Einsätze für Red Bull im laufenden Wettbewerb für ein anderes Team angreifen.

Quelle: ntv.de, ter/sid