Fußball

"Entscheidung nachvollziehbar" Hamburger SV trennt sich von Coach Wolf

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Ist nur noch im Spiel gegen den MSV Duisburg als Trainer für den Hamburger SV verantwortlich: Hannes Wolf.

(Foto: imago images / pmk)

Der Hamburger SV beendet die Diskussionen um seinen Trainer: Vor dem letzten Saisonspiel am Sonntag gegen den MSV Duisburg bestätigt der Fußball-Zweitligist endgültig die Trennung von Hannes Wolf zum Saisonende. Der hatte offenbar auf eine schnelle Entscheidung gedrängt.

Nach wochenlangen Bekenntnissen zum Trainer wird sich Fußball-Zweitligist Hamburger SV nun doch von Hannes Wolf trennen. "Hannes Wolf hatte den Wunsch, dass wir noch in dieser Woche eine Entscheidung treffen. Und wir sind übereingekommen, dass wir uns zum Saisonende trennen", sagte HSV-Sportvorstand Ralf Becker. Nach dem vorzeitig verpassten Saisonziel - der sofortigen Rückkehr in die Bundesliga - zogen der Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann und Becker die erwarteten Konsequenzen. Das Heimspiel am Sonntag gegen den MSV Duisburg wird zur Abschiedsvorstellung für den 38-jährigen Trainer. Die Entscheidung sei "für mich auch nachvollziehbar", sagte Wolf.

Kommt Hinterseer zum HSV?

  • Der Wechsel von Lucas Hinterseer vom VfL Bochum zum Hamburger SV soll laut "Revier Sport" perfekt sein.
  • Wie die Zeitung meldete, unterschreibt der 28 Jahre alte Stürmer für drei Jahre beim Hamburger Sportverein.
  • Hinterseer hat in der laufenden Saison 18 Tore erzielt und nimmt damit den dritten Rang in der Torjägerliste hinter den Kölnern Simon Terodde (28) und Jhon Cordoba (20) ein.

Bereits nach der 0:3-Heimniederlage vor knapp zwei Wochen gegen den abstiegsgefährdeten FC Ingolstadt hatte sich das Aus für Wolf angedeutet. Becker rückte nach dem Spiel erstmals vom Trainer ab, nachdem er und Hoffmann eine Trennung vom gebürtigen Bochumer in den vergangenen Monaten ausgeschlossen hatten. Doch zunächst wurde noch einmal entschieden, dass Wolf weitermachen dürfe. Es folgte aber am vergangenen Sonntag das 1:4 in Paderborn und das Scheitern im Aufstiegskampf, das das sportliche Ende für Wolf beschleunigte.

Hecking? Zorniger? Grammozis?

Becker hatte Wolf am 23. Oktober als Nachfolger für Christian Titz geholt und mit einem Vertrag bis zum 30. Juni 2020 ausgestattet. Titz war nach zehn Spieltagen von den Klub-Oberen nicht mehr zugetraut worden, die Rückkehr in die 1. Liga zu schaffen. Dabei hatte die Mannschaft unter dem ehemaligen Nachwuchstrainer des Klubs noch im Schnitt 1,80 Punkte geholt. Wolfs Schnitt lag nach 23 Spielen mit 1,52 Punkten weit darunter. In der Rückrunde (16 Punkte in 16 Spielen) sogar nur bei 1,0 Zählern.

Ein Nachfolger steht allerdings noch nicht fest. Als Kandidaten werden Dieter Hecking (noch Borussia Mönchengladbach), Alexander Zorniger (zuletzt Bröndby IF) und Dimitrios Grammozis (Darmstadt 98) gehandelt. "Wir gehen mit der klaren Zielsetzung in die Saison, aufzusteigen", sagte Becker: "Wir wissen noch nicht, wie die Mannschaft genau aussehen wird, aber wir werden hart arbeiten, um eine richtig gute Truppe auf den Platz zu stellen."

Angesprochen auf ein mögliches Interesse aus Hamburg antwortete Grammozis am Freitag: "Grundsätzlich habe ich mir vorgenommen, solche Sachen niemals zu kommentieren. Jeder weiß, dass ich mich hier in Darmstadt sehr wohlfühle und dass wir eine schöne Zeit mit dem Verein hatten." Jetzt gelte es, die Vorbereitung zu planen und sich auf das letzte Saisonspiel gegen Erzgebirge Aue zu konzentrieren.

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Quelle: n-tv.de, tno/dpa/sid

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