Fußball

Schlaudraff wird befördert Hannover 96 holt Mirko Slomka zurück

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Die Zusammenarbeit zwischen Hannover 96 und Mirko Slomka hat bereits einmal sehr gut funktioniert.

(Foto: imago images / Sven Simon)

Die Hannoveraner Jungs Mirko Slomka und Jan Schlaudraff übernehmen - und sollen 96 zu neuen Erfolgen führen. Nach dem Abstieg aus der Bundesliga wird mit Slomka ein alter Bekannter Cheftrainer in der 2. Liga, Schlaudraff wird zum Sportdirektor befördert.

Die Rückkehr von Mirko Slomka zu Hannover 96 ist perfekt. Wie der Absteiger in die zweite Fußball-Bundesliga mitteilte, wird der 51-Jährige neuer Trainer, Thomas Doll muss trotz eines Vertrages bis 2020 seinen Posten räumen. Abschiedsworte an den Coach formulierte H96 übrigens nicht. Unter Slomka erlebte 96 von 2010 bis 2013 die erfolgreichsten Jahre der jüngeren Vereinsgeschichte. 2011 und 2012 erreichten beide mit dem Verein die Europa League. Nun soll er den Klub zum Wiederaufstieg führen.

Slomka hatte 96 in der schwierigen Zeit nach dem Suizid von Robert Enke im Januar 2010 übernommen und vor dem Abstieg bewahrt. Danach ging es unter Slomka und Manager Jörg Schmadtke bergauf, doch ihre Beziehung auch in die Brüche. Schmadtke war der Verlierer des Machtkampfes und verabschiedete sich als Erster des Duos aus Hannover. Nur wenige Monate später wurde dann Slomka an Weihnachten 2013 entlassen. Bei seinen Stationen danach - Hamburger SV und Karlsruher SC - blieb er glücklos.

Schlaudraff ersetzt Heldt

Zudem wurde Jan Schlaudraff nun befördert. Der Ex-Spieler sollte eigentlich Assistent der Sportlichen Leitung werden, übernimmt nun als Sportdirektor aber mehr Verantwortung für die Kaderplanung und damit Nachfolger von Manager Horst Heldt, der im April freigestellt worden war. Der 35 Jahre alte Schlaudraff spielte nach Stationen bei Borussia Mönchengladbach, Alemannia Aachen und Bayern München von 2008 bis 2015 für die 96er.

Nur drei Wochen vor dem Trainingsauftakt am 17. Juni müssen Slomka und Schlaudraff nun eine komplett neue Mannschaft für die zweite Liga aufbauen. Bislang hat der Verein nur einen neuen Spieler präsentiert: den 19 Jahre alten Justin Neiß aus der eigenen Jugend. Auf der anderen Seite will Hannover nach dem Verkauf von Ihlas Bebou an die TSG Hoffenheim und Niklas Füllkrug an den SV Werder Bremen noch von weiteren Spielern wie den Brasilianern Jonathas und Walace und Genki Haraguchi trennen.

Quelle: ntv.de, tno/sid