Fußball

"Nicht weinend in die Kabine" Hansa-Keeper will "Kacktor" schnell abhaken

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Markus Kolke hat sich selbst ratlos gemacht.

(Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Markus Kolke ist ein erfahrener Torwart, der Torwart von Hansa Rostock hat rund 300 Ligaspiele im Profibereich bestritten. Doch der Fauxpas, den er sich gegen Darmstadt 98 geleistet hat, ist in seiner langen Laufbahn einzigartig. Und soll es auch bleiben. Denn der kuriose Patzer führte zu einem "schönen Kacktor".

"Ein schönes Kacktor!" Markus Kolke konnte fast schon wieder lachen, als er auf das Slapstick-Gegentor angesprochen wurde, das am Samstagabend die 0:4 (0:3)-Pleite des FC Hansa Rostock in der 2. Fußball-Bundesliga bei Darmstadt 98 eingeleitet hatte. Diesmal war der erfahrene Torhüter, der Hansa in gut zwei Jahren schon manchen Punkt gerettet und sich im Team zum Kapitän hochgearbeitet hat, klar der Schuldige. Und ist damit jetzt reif für jeden Sport-Jahresrückblick.

Doch was war eigentlich passiert? Der FCH-Keeper legte sich nach einer abgefangenen Flanke den Ball in aller Seelenruhe vor und suchte nach einer geeigneten Anspielstation. Darmstadts Stürmer Philipp Tietz spurtete heran und schob den freien Ball in der dritten Minute zur frühen 1:0-Führung der Hessen ein."Ich fange den Ball ganz locker ab, leg mir den Ball hin, da ich eigentlich die Zeit habe", erzählt Kolke bei Sport1. "Dann versuche ich, Rossi (Mitspieler Damian Roßbach) auf links etwas höher zu stellen und will den Ball rüber chippen. Ich gucke dann zu lange nach links, so viel Zeit hat man nicht. Das nutzt der Tietz aus, der hat es erkannt. Ein schöner Torwartfehler für die Medien, kann man schöne Videos und Überschriften schreiben. Es war ein Blackout."

Sein Darmstädter Keeperkollege Marcel Schuhen fühlte mit. "Für einen Torhüter sieht so ein Fehler immer blöd aus." Allzu lange will sich der in mehr als 300 Zweit- und Drittliga-Spielen gestählte Kolke mit dem Fauxpas aber nicht beschäftigen. "Man sollte nun nicht weinend in die Kabine laufen. Noch zwei Stunden oder zwei Tage darüber ärgern, dann ist die Sache abgehakt", erklärte Kolke, der den Bock auf keinen Fall wiederholen will. "Ich weiß, dass es kein zweites Mal passiert."

Quelle: ntv.de, ter/dpa

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