Fußball

Nürnberg ohne Befreiungsschlag Heidenheim-Sieg setzt HSV unter Druck

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Joker Tobias Mohr sichert Heidenheim den Sieg.

(Foto: dpa)

Der 1. FC Heidenheim darf weiter von der Bundesliga träumen. Mit einem Heimsieg gegen Wiesbaden erhöht die Schmidt-Elf den Druck auf die Zweitliga-Schwergewichte auch Hamburg und Stuttgart. Der abstiegsbedrohte 1. FC Nürnberg tritt derweil auf der Stelle.

1. FC Heidenheim - SV Wehen-Wiesbaden 1:0 (0:0)

Der 1. FC Heidenheim hat im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga einen wichtigen Sieg eingefahren und die Topfavoriten VfB Stuttgart und Hamburger SV unter Druck gesetzt. Nach dem 1:0 (0:0) gegen den abstiegsbedrohten SV Wehen Wiesbaden liegt das Team von Trainer Frank Schmidt weiter auf Rang vier, nur noch ein Zähler trennt Heidenheim nun aber vom HSV und dem VfB auf den Plätzen zwei und drei. Wehen Wiesbaden liegt weiter auf dem Relegationsplatz 16, könnte im Laufe des Wochenendes aber auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen. Der eingewechselte Tobias Mohr sorgte in der 70. Minute mit einem Freistoß aus knapp 20 Metern für den entscheidenden Treffer.

Heidenheim war von Anfang an um Kontrolle bemüht und spielte mutig nach vorne, kam gegen den tief stehenden Gast aber zunächst kaum zum Zug. Wiesbaden konzentrierte sich aufs Kontern. Die erste gute Chance hatten die Gastgeber in der 33. Minute, nach Vorlage von Norman Theuerkauf kam Stürmer Robert Leipertz im Strafraum zum Abschluss. Wiesbadens Verteidiger Niklas Dams klärte kurz vor der Linie für seinen bereits geschlagenen Torwart Heinz Lindner. Kurz nach Wiederanpfiff hatte die Gäste durch Sebastian Mrowca (54.) ihre erste gute Gelegenheit. Offenbar ein Weckruf für Heidenheim, das im Anschluss durch Tim Kleindienst (58.) und Leipertz (62.) zu Großchancen kamen. Wenig später traf Mohr nach Foul von Dams zum 1:0.

1. FC Nürnberg - Erzgebirge Aue 1:1 (0:0)

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Hängende Köpfe in Nürnberg: Der Club kämpft weiter gegen den Abstieg.

(Foto: Pool/ Sven Sonntag)

Fußball-Zweitligist 1. FC Nürnberg hat auch im zweiten Spiel nach der Corona-Zwangspause einen Befreiungsschlag verpasst. Die abstiegsbedrohten Franken von Trainer Jens Keller kamen im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue nur zu einem 1:1 (0:0), verbesserten sich zum Auftakt des 27. Spieltags aber zunächst auf den 14. Platz. Für die Gäste, die bei ihrer Bus-Anreise nach Nürnberg bei einem schweren Autounfall nur mit Glück einer Katastrophe entgangen waren, traf Dimitri Nasarow (51.) zur Führung. Ein Eigentor von Sören Gonther (63.) rettete den Gastgebern immerhin einen Zähler. Aue rückte zunächst Rang fünf vor, verpasste es aber, Druck auf die Spitzenteams auszuüben.

Die Nürnberger kamen wie ihr Gegner nur schwer in die Partie. FCN-Kapitän Hanno Behrens (35.) vergab die beste Gelegenheit der ersten Hälfte, auf der Gegenseite hätte Florian Krüger (39.) die Führung erzielen können. Nach der Pause kombinierte das Gäste-Team von Trainer Dirk Schuster besser - und Nasarow belohnte die Bemühungen mit seinem bereits zehnten Saisontreffer prompt. Der Club aber schüttelte sich nur kurz. Erst scheiterte Robin Hack aus kürzester Distanz, dann beförderte Gonther den Ball nach einer Behrens-Hereingabe durchaus kurios über die eigene Linie.

Quelle: ntv.de, mba/sid