Fußball

Kein Farfan, aber fünf andere Helmes stürmt nach Wolfsburg

Schalkes Jefferson Farfan hat der VfL Wolfsburg nicht bekommen, dafür aber Nationalstürmer Patrick Helmes. Der bei Bayer Leverkusen unzufriedene Angreifer wechselt für nur fünf Millionen Euro den Werksklub. Für Helmes-Vorlagen soll künftig ein türkischer Nationalspieler sorgen.

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Jupp Heynckes und Patrick Helmes, das passte zuletzt immer weniger.

(Foto: picture alliance / dpa)

Fünf an einem Tag: Ex-Meister VfL Wolfsburg hat wenige Stunden vor Ende der Transferfrist in der Fußball-Bundesliga noch einmal kräftig zugeschlagen und dabei auch einen spektakulären Transfer perfekt gemacht. Nationalstürmer Patrick Helmes wechselt vom Bundesligisten Bayer Leverkusen zu den Niedersachsen. Die Ablösesumme soll angeblich zunächst nur fünf Millionen Euro betragen.

Auch Tuncay Sanli von Stoke City, Kapitän der türkischen Nationalmannschaft (4,5 Millionen Euro), der frühere Nürnberger Jan Polak sowie die Perspektivspieler Yohandry Orozco und Koo Ja-Cheol stießen am Montag zum VfL. Helmes und Tuncay unterschrieben bis 2014, Polak bis 2013. Der Venezolaner Orozco band sich bis 2015 und ist auf dem linken Flügel einsetzbar. Koo Ja-Cheol trumpfte kürzlich beim Asien-Cup im zentralen Mittelfeld von Südkorea auf und wurde sogar Torschützenkönig. Der 21-Jährige wechselt für zwei Millionen Euro bis 2014 von Jeju United zu den Wölfen.

Alle loben Helmes

"Patrick Helmes ist ein Klassestürmer, den wir aus eigenem Antrieb sicherlich nicht abgegeben hätten", sagte Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser: "Allerdings beurteilte er selbst seine Entwicklungsmöglichkeiten in Leverkusen auf lange Sicht weniger gut als wir. Deshalb haben wir dem ausdrücklichen Wunsch des Spielers entsprochen."

Auch Leverkusens Sportchef Rudi Völler, erklärte, er hätte es "gerne gesehen, wenn er sich weiterhin der starken Konkurrenz gestellt hätte." Allerdings sei "das finanzielle Gesamtpaket in Ordnung". Wolfsburgs Manager Dieter Hoeneß lobte dagegen seinen Neuzugang in den höchsten Tönen: "Patrick ist im besten Fußballalter und bringt das mit, was ein Stürmer braucht: Er ist ein Vollstrecker mit außergewöhnlicher Schusstechnik." Mit Helmes tröstete er sich darüber hinweg, dass der Wechsel des Peruaners Jefferson Farfan von Schalke 04 zu den Wölfen zuvor geplatzt war.

Der Meister von 2009 hatte am Samstag beim 0:3 gegen Borussia Dortmund ein desolates Bild abgegeben. Trainer Steve McClaren bemängelte offen die Qualität des Kaders und forderte Verstärkungen. Wolfsburg hatte durch den Wechsel von Stürmer Edin Dzeko zu Manchester City etwa 35 Millionen Euro eingenommen. Nun dürfte ein Großteil des Geldes für Ablösen und Gehälter wieder ausgegeben worden sein.

Quelle: n-tv.de, sid

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