Fußball

Nach FPÖ-Skandal ist Schluss Hinteregger beendet völlig überraschend Karriere

Überraschung in der Bundesliga: Fußball-Profi Martin Hinteregger von Eintracht Frankfurt beendet mit sofortiger Wirkung seine Karriere. Der Österreicher ist zuletzt schwer in die Kritik geraten, nachdem eine Zusammenarbeit mit einem FPÖ-Gemeinderat öffentlich wurde.

Eintracht Frankfurts Bundesligaprofi Martin Hinteregger beendet mit sofortiger Wirkung seine Fußball-Karriere. Diesen überraschenden Entschluss des 29-Jährigen teilten die Hessen mit. "Den Sieg in der Europa League habe ich deswegen so ausgiebig genossen, weil ich da schon wusste, dass es meine letzte große Siegesfeier mit den fantastischen Fans in dieser Stadt sein würde, die meine zweite Heimat geworden ist", sagte Hinteregger in der Vereinsmitteilung des Fußball-Bundesligisten.

Der bis Juni 2024 gültige Vertrag bei Europa-League-Sieger Frankfurt wird aufgelöst. Sportvorstand Markus Krösche sagte: "Martins Entscheidung kam für uns unerwartet, aber er hat uns seine Perspektive und Gründe eindrücklich und überzeugend dargelegt. Daher war es für uns keine Frage, diesem sportlich schmerzlichen, aber menschlich nachvollziehbaren Wunsch zu entsprechen."

"Emotionale, vielleicht unbedachte Worte"

Hinteregger führte aus, dass er wegen seiner "schwankenden Leistungen" bereits im vergangenen Herbst erste Gedanken gehabt habe, "nach der Saison aufzuhören". Er werde "ausschließlich mit großer Dankbarkeit und Freude an meine Zeit bei der Eintracht zurückdenken", sagte der ehemalige Profi und "mich weiterhin mit dem Verein und seinen Anhängern fest verbunden fühlen". Auf Twitter verabschiedete die Eintracht ihren Ex-Abwehrchef mit warmen Worten. "Diese Entscheidung verdient größten Respekt. Vielen Dank für alles, Hinti!", schrieb der Verein in einem Post. "Wir wünschen dir alles Gute für die Zukunft. Du bist und bleibst ein Adler."

Der Österreicher war zuletzt schwer in die Kritik geraten, weil eine Zusammenarbeit mit einem FPÖ-Gemeinderat öffentlich wurde. Hinteregger beendete die Zusammenarbeit zwar und grenzte sich glaubhaft nach rechts ab, machte bei weiteren Interviews aber die nächsten umstrittenen Aussagen. Auch dazu nahm der 29-Jährige in seinem Statement noch mal Stellung: "Emotionale, vielleicht unbedachte Worte von mir haben zu Irritationen geführt und dafür möchte ich mich entschuldigen. Das bedaure ich sehr. Um es nochmal ganz klar zu sagen: Rechtes, intolerantes und menschenverachtendes Gedankengut verurteile ich aufs Schärfste."

Laut "Bild"-Zeitung sei Hinteregger beim Verein, dem Trainer und der Mannschaft "unten durch" gewesen, auch weil er nicht mehr Leistung brachte, unfit aus der letzten Sommerpause ins Team zurückkehrte und nach dem Europa-League-Sieg so exzessiv die Nacht durchfeierte, dass er am nächsten Morgen die Verabschiedung der Eintracht-Profis Stefan Ilsanker, Aymane Barkok und Danny da Costa verschlief. Hinteregger teilte nun mit, dass er zunächst "etwas Abstand" gewinnen wolle, um dann sein "Leben neu auszurichten".

Quelle: ntv.de, dbe/dpa

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