Fußball

Abseits statt Tor für FC Bayern Hoeneß schimpft über "Witz"-Videobeweis

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Hätte der Videobeweis dem FC Bayern nicht ein Tor und damit vielleicht auch den Titel genommen, wäre Präsident Hoeneß rundum zufrieden.

(Foto: imago images / Contrast)

Der FC Bayern lässt den ersten Matchball zur siebten Meisterschaft in Serie liegen. Gegen RB Leipzig reicht es nur zum torlosen Remis. Das allerdings hätte es so nicht geben dürfen, findet der schimpfende Uli Hoeneß, der aber doch eigentlich völlig entspannt ist.

Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß hat nach dem ersten vergebenen Matchball im Titelrennen der Fußball-Bundesliga scharfe Kritik am Eingreifen des Videoschiedsrichters im Spiel bei RB Leipzig (0:0) geübt. Dabei war ein Treffer von Nationalspieler Leon Goretzka (50. Minute) von Schiedsrichter Manuel Gräfe nach Videobeweis aberkannt worden, weil zuvor Torjäger Robert Lewandowski hauchdünn im Abseits gestanden hatte. Das "sogenannte Abseits", wie es Hoeneß nannte, "ist ja der Witz des Jahres. Das war keine klare Fehlentscheidung. Der Videobeweis ist dafür da, klare Fehlentscheidungen zu korrigieren. Es war gleiche Höhe".

Mit einem Sieg beim Gegner im DFB-Pokalfinale wäre München die 29. Meisterschaft nicht mehr zu nehmen gewesen. Stattdessen fällt die Entscheidung nun am letzten Spieltag. Die Bayern empfangen am kommenden Samstag, mit zwei Punkten Vorsprung auf Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt. Der BVB gastiert bei Borussia Mönchengladbach und ist erneut auf Schützenhilfe angewiesen.

"Ich werde wunderbar schlafen"

Zweifel hat Hoeneß am Titelgewinn nicht. "Ich bin ganz entspannt. Wenn die Mannschaft so spielt wie heute, werden wir kein Problem kriegen", sagte er: "Ich werde wunderbar schlafen, weil ich weiß, dass, wenn sie so kämpfen und sich so reinhängen wie heute, sind wir am Samstag deutscher Meister." Er habe eine großartige Leistung seiner Mannschaft gesehen: "Wir waren für mich klar die bessere Mannschaft mit vielen, vielen Torchancen."

So sah es auch Coach Niko Kovac: "Ich glaube, dass wir 20 Minuten gebraucht haben, um die komplette Dominanz zu übernehmen. Ich glaube schon, dass wir ein Tor hätten machen können oder vielleicht auch müssen. Aber es ist nicht so, die Meisterschaft ist vertagt. Deshalb müssen wir nächste Woche wieder Gas geben." Sein Leipziger Trainer-Pendant wollte da nicht widersprechen. Ralf Rangnick sagte: "Wir haben über 90 Minuten als Mannschaft gut verteidigt. Was wir heute hätten besser machen können, waren die Umschaltsituationen, die wir selber hatten."

Quelle: n-tv.de, tno/sid

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