Fußball

Knackiger Trainingsauftakt Klopp heizt seinem BVB ein

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Drillmeister Jürgen Klopp, nebenberuflich auch BVB-Coach.

(Foto: dapd)

Gleich dreimal bittet Meistertrainer Jürgen Klopp die Profis von Borussia Dortmund beim Start ins Trainingslager zu Übungseinheiten auf dem Rasen, Nationalspieler Kevin Großkreutz stöhnt: "Das wird richtig hart." Im Testspiel gegen den FC Zürich glänzt der BVB noch nicht.

Der deutsche Fußball-Meister Borussia Dortmund hat sein Trainingslager im schweizerischen Bad Ragaz bezogen, und Trainer Jürgen Klopp heizte seinen Stars zum Auftakt richtig ein. Gleich drei Trainingseinheiten standen am Sonntag auf dem Programm. "Das Trainingslager wird richtig hart. Aber da müssen wir durch, wir haben eine schwere Saison vor uns", sagte Kevin Großkreutz.

Klopp ergänzte: "Jetzt geht es darum, dass wir eine Wettkampfhärte entwickeln. Es ist wichtig, dass wir in schwierigen Situationen bereit sind, den nächsten Schritt zu machen. Das ist das Wichtigste, was in diesen ersten zweieinhalb Wochen passiert."

Als Ausgleich für das harte Training mussten die BVB-Profis am Samstag im Testspiel gegen den FC Zürich nur 45 Minuten schwitzen. Beim 1:1 in Grenchen/Schweiz wechselte Klopp in der Pause das komplette Team aus. DasDortmunder Tor zum 1:1-Endstand erzielte Jakub Blaszczykowski.

Wer im Training nicht so mitziehe, oder rein theoretisch glaube, "auf blöde Nachfragen von Journalisten blöde Antworten zu geben und dabei vergisst, dass er sich wichtig zu nehmen hat, aber nicht zu wichtig, der wird Probleme haben. Das wissen die Jungs aber und da muss ich nicht jeden Tag mit Argusaugen draufgucken", sagte der Meister-Trainer.

Klopp wurde am Sonntag auch zur Frauen-WM befragt. "Das muss ich als Frauenbeauftragter beantworten?", flachste der Coach. Die Mannschaft habe das Viertelfinale gegen Japan auf der Fahrt nach Bad Ragaz verfolgt, "was nicht ganz so einfach ist, weil es in der Schweiz doch einigermaßen viele Tunnel gibt". Er habe hauptsächlich Deutschland im Angriff gesehen und insgesamt zwei oder drei Konter der Japanerinnen.

 

Klopp: "Als wir beim Essen saßen und im Internet nochmal schnell nachgeguckt haben, ob wir es denn wenigstens im Elfmeterschießen geschafft haben, was bei einer Torhütern von knapp über 1,60 Meter nicht so schwer gewesen wäre, war es sehr überraschend. Das tut mir sehr leid, weil es dem Frauenfußball in Deutschland extrem gutgetan hätte, wenn sie ins Endspiel gekommen wären."

Bis zum kommenden Samstag wird Klopp sein Team im Kanton St. Gallen auf das Unternehmen Titelverteidigung und das Abenteuer Champions League vorbereiten. Auf die verletzten Akteure Patrick Owomoyela und Julian Koch sowie Torjäger Lucas Barrios (Copa America) muss er dabei verzichten.

Quelle: ntv.de, sid