Fußball

Coach will keine eigene Statue Klopp konnte nicht aufhören "zu flennen"

Einen Tag nach dem großen Liverpooler Meisterschafts-Triumph ist Trainer Jürgen Klopp immer noch hochemotional. Der Titel bedeute ihm alles, er habe aber kein Interesse an einem Legendenstatus, erklärt er bei der heutigen Pressekonferenz. Außerdem habe er mit den Reds noch weitere Träume.

Jürgen Klopp ist auch einen Tag nach dem Gewinn der englischen Fußball-Meisterschaft durch den FC Liverpool immer noch überwältigt. "Es bedeutet mir alles. Es ist irre, es ist riesig. Seit letztem Jahr habe ich gewartet, dass wir diesen Titel gewinnen. Ich hätte nicht gedacht, dass es sich so groß anfühlt", sagte der 53-Jährige bei einer virtuellen Pressekonferenz. Gestern Abend, als Manchester City mit 1:2 gegen den FC Chelsea verlor und der Titel feststand, wollte er eigentlich noch eine Ansprache an sein Team halten, "aber es war nicht möglich. Ich habe immer gleich angefangen zu flennen."

Die Reds hatten sieben Spieltage vor dem Saisonende der englischen Premier League den ersten Meistertitel seit 30 Jahren geholt. Dass er jetzt auf eine Stufe mit Klublegenden wie Bill Shankly und Kenny Dalglish gestellt wird, interessiert Klopp nicht. "Ich habe kein Interesse an einem Legendenstatus, das könnt ihr machen, wenn ich wieder weg bin. Aus meiner Sicht kann man mich mit solchen Vereinsikonen nicht vergleichen, ich bin erst seit vier Jahren hier. Aber ich liebe diesen Klub, ich liebe diese Mannschaft", sagte der Liverpool-Coach.

Auch die Idee einer eigenen Statue in Liverpool nach dem Gewinn der Meisterschaft hat Klopp zurückgewiesen. "Ich möchte noch 30, 40 Jahre leben. Ich bin an einer Statue nicht interessiert, schon gar nicht zu Lebzeiten", sagte der 53-Jährige.

"Wir haben große Träume"

Klopp kann mit seinem Team noch einige Rekorde in dieser Saison brechen. Und er will weitere Titel holen, auch "wenn es schwer wird, diesen zu verteidigen. Aber wir haben große Träume, das heißt nicht, dass wir sie erreichen. Aber wir sollten versuchen, sie zu erreichen", erklärte der Trainer. Sein Team werde sich jetzt nicht zurücklehnen und sagen, "das wars jetzt. Wir bleiben fokussiert und konzentriert." Er könne nicht versprechen, dass "wir mehr in dieser Art gewinnen werden. Aber ich kann versprechen, dass wir uns verbessern werden, denn das ist noch möglich."

Klopp verriet zudem, während der Meister-Entscheidung mit seiner Familie telefoniert zu haben. "Ich habe sie 10, 15 Sekunden vor dem Abpfiff angerufen. Da habe auch ich geglaubt, dass City nicht mehr gewinnt. Ich habe ihnen gesagt, dass ich sie liebe, und sie haben mir gesagt, dass sie mich lieben. Dann habe ich das Telefon auf den Tisch gelegt, sie waren also dabei. Das war ein wirklich schöner Moment. Es war hochemotional", sagte Klopp.

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Schon zuvor hatte Klopp den Moment des Titelgewinns als "pure Explosion" der Gefühle beschrieben. "Wir haben die letzten fünf Sekunden heruntergezählt. Der Schiedsrichter hat leider ein bisschen länger gezählt, also mussten wir noch zwei, drei Pässe warten. In dem Moment, als es dann passiert ist, was es eine pure Explosion", sagte Klopp in einem Interview auf der Klub-Homepage.

Quelle: ntv.de, sgu/dpa/sid