Fußball

Top-Offerte für Abwehrtalent? Klopp stürzt FC Schalke 04 in den Zwiespalt

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Ozan Kabak könnte dem FC Schalke zu einem satten Transfererlös verhelfen.

(Foto: Tim Rehbein/RHR-FOTO/Pool)

Erst zur abgelaufenen Saison wechselt Ozan Kabak aus Stuttgart zum FC Schake 04. Nun steht der 20-Jährige beim Fußball-Bundesligisten schon wieder vor dem Absprung. Was sportlich ein Verlust wäre, könnte dem finanziell angeschlagenen Klub allerdings helfen.

Finanziell hat der FC Schalke 04 dringend Hilfe nötig, fast 200 Millionen Euro Schulden hat der Fußball-Bundesligist angehäuft. Da wird jede Offerte für einen Spieler sicher gern näher angeschaut. Und genau ein solches Angebot macht jetzt offenbar der FC Liverpool. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, ist Trainer Jürgen Klopp an Schalkes Abwehrchef Ozan Kabak interessiert.

Der 20-Jährige soll beim englischen Meister Dejan Lovren ersetzen. Der kroatische Vize-Weltmeister wird voraussichtlich in den kommenden Tagen zu Zenit St. Petersburg wechseln. Zwölf Millionen Euro sind den Russen die Dienste des 31-Jährigen Berichten zufolge wert. Damit braucht Klopp einen neuen Innenverteidiger in seinen Reihen.

Satter Gewinn mit Kabak möglich

Die Liverpool-Verantwortlichen haben dem "Bild"-Bericht zufolge schon Kontakt zum FC Schalke aufgenommen. Kabak, der seit einem Jahr in Gelsenkirchen spielt, kam vom VfB Stuttgart, nachdem er seine komplette Jugend bei Galatasaray Istanbul verbracht hatte. Auf Schalke entwickelte er sich in einer sportlich enttäuschenden Saison unter David Wagner zum Stamm-Innenverteidiger. 26 Spiele absolvierte er in der Liga, schoss drei Tore und legte eines auf.

Kabaks Vertrag läuft noch bis 2024, im kommenden Jahr wäre er aufgrund einer Ausstiegsklausel für 45 Millionen Euro zu haben. Doch so lange will und kann der FC Schalke womöglich nicht warten. Es heißt, die Gelsenkirchener wären ab einer Ablöse von 35 Millionen Euro gesprächsbereit. Aufgrund der Corona-Krise ist ein höherer Preis unwahrscheinlich, letztlich muss selbst der Premier-League-Meister etwas sparen. Da Kabak für 15 Millionen Euro gekommen war, hätte der Klub mit seiner Verpflichtung noch stark verdient.

So steckt der FC Schalke also in einem Zwiespalt: Einerseits haben sie das Geld bitter nötig, andererseits würde Trainer Wagner einen seiner besten Spieler verlieren. Der Innenverteidiger ist schnell, kopfball- und zweikampfstark. In der vergangenen Saison gewann er im Schnitt 68 Prozent seiner Duelle. Doch bei 200 Millionen Euro Verbindlichkeiten wird Wagner wohl das Nachsehen haben.

Quelle: ntv.de, ara