Fußball

Druck von Sponsoren und Fans Klub schmeißt Vergewaltiger Robinho raus

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Mit Basasksehir wurde Robinho in diesem Jahr türkischer Meister.

(Foto: imago images / VI Images)

In Italien ist der brasilianische Fußballer Robinho wegen einer Vergewaltigung verurteilt worden, trotzdem stattet ihn sein Heimatklub FC Santos mit einem Vertrag aus. Zumindest kurz - denn nach neu veröffentlichten Details steigt der Druck auf den Verein, der den Spieler freistellt.

Unter dem Druck von Sponsoren und Fans ist der Vertrag zwischen dem FC Santos und dem wegen des Vorwurfs der Gruppenvergewaltigung verurteilten brasilianischen Fußballspieler Robinho nach nur rund einer Woche ausgesetzt worden. Der Spieler solle sich ganz auf seine Verteidigung konzentrieren können in dem Prozess, der in Italien läuft, hieß es in einer Mitteilung auf der Vereinshomepage.

Das brasilianische Sportportal "Globoesporte" hatte zuvor den Inhalt von Audios mit pikanten Details und expliziten Aussagen veröffentlicht, die die italienische Justiz für das Urteil gegen Robinho verwendet haben soll. Der ehemalige Bundesliga-Profi Zé Roberto zeigte sich im brasilianischen Sportfernsehen "schockiert" von den Aussagen, die seinem ehemaligen Nationalmannschaftskollegen zugeschrieben wurden.

Robinho, der in Europa unter anderem für Real Madrid, Manchester City den AC Mailand und zuletzt den türkischen Meister Basaksehir in Istanbul spielte, war 2017 in Italien zu neun Jahren Haft verurteilt worden. In seiner Zeit in Italien habe der inzwischen 36-Jährige im Jahr 2013 zusammen mit fünf anderen eine Frau in einer Disco der norditalienischen Metropole vergewaltigt, urteilte ein Gericht in Mailand. Bei der Vergewaltigung sollen sie die Frau betrunken und wehrlos gemacht haben. Der Verteidiger des Spielers kündigte damals an, die Verurteilung ersten Grades anzufechten, der Einspruch läuft noch.

In einem Schreiben der Anwälte, aus dem "Globoesporte" zitierte, wies Robinho die Vorwürfe erneut zurück. Er sei sexuelle Beziehungen immer einvernehmlich eingegangen. Nach der Vertragsunterzeichnung mit ihm am vergangenen Samstag hatte der Zeitung "Folha de S. Paulo" zufolge bereits ein Sponsor sein Engagement bei Santos beendet; mindestens vier Sponsoren forderten den Traditionsklub auf, von dem Vertrag zurückzutreten.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa