Fußball

Blitz-Comeback am Niederrhein? Kreisligist lockt Weltmeister Großkreutz

Kevin Großkreutz

Kevin Großkreutz wird von der DJK Hehn umworben.

(Foto: Marijan Murat/dpa)

Mit Profifußball will Weltmeister Kevin Großkreutz auf absehbare Zeit ja nichts mehr zu tun haben. Mehr hat er ja nicht gesagt. Und schon gar nicht, dass er nicht mehr vor den Ball treten will. So jedenfalls interpretiert das der DJK Hehn 1958.

Mit dem Aufstieg in die A-Liga wird's für die 1. Herren-Mannschaft der DJK Hehn in dieser Saison wohl nichts mehr werden. Zu stark und dominant tritt die SpVgg. Odenkirchen II bislang auf. Und dennoch sucht der Fußball-Kreisligist vom Niederrhein– der am vergangenen Wochenende nach einem 1:2-Rückstand bei der Drittvertretung des 1. FC Viersen noch mit 3:2 gewann und damit Tabellenplatz vier behauptete (19 Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter) - nach Verstärkungen. Diese dürfen durchaus prominent sein, aber nicht allzu teuer.

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Wobei: Für den beim VfB Stuttgart entlassenen Weltmeister Kevin Großkreutz würde sich der Verein aus Mönchengladbach bis an die Schmerzgrenze strecken, wie er via Facebook verkündet: Neben der Stammplatz-Garantie als Rechtsverteidiger, einer 60 Euro Zuzahlung zu Fußball-Schuhen bieten die Hehner dem aktuell arbeitslosen Fußball-Allrounder auch noch kostenloses Trinken während des Spiels, das Essen danach sowie Trikot waschen für zwei Euro – und Verständnis.

In dem ausführlich formulierten Angebotspost heißt es nämlich: "Wir finden es heuchlerisch, wie man mit dir umgeht. Du bist ein Typ, nach dem sich viele TV-Experten und Journalisten sehnen, nur Fehler machen darfst du nicht. Du bist das Opfer gewesen! Gut, zugegeben, das wäre dir zu Hause nicht passiert und du hast dich erwischen lassen... dumm gelaufen... aber immerhin hast du die Eier zu deinen Fehltritten zu stehen und suchst nicht die Schuld bei Anderen. Wer frei ist von Sünde, der werfe den ersten Döner!"

"Wir pinkeln auch mal in der Gegend 'rum"

Auch mit den Verfehlungen des 28-Jährigen hätten sie in Hehn keine Probleme: "Bei uns wirst du nicht verurteilt nur weil du bis früh morgens feiern gehst und Alkohol trinkst. In Hehn nennen wir das Kirmes. Da unsere Umkleidekabine und den Fußballplatz gut 300 Meter Feldweg trennen, pinkeln wir auch schon mal in der Gegend 'rum (Anmerk. d. Red.: Im Anschluss an das gegen Bayern München verlorene DFB-Pokalfinale 2014 soll Großkreutz in der Lobby eines Berliner Hotels betrunken uriniert haben). Du siehst also: Du bist bei uns unter Gleichgesinnten."

Auch wenn die Anfrage sicher nicht ganz ernst gemeint ist, geschweige denn von Großkreutz in Betracht gezogen werden dürfte, über eine Reaktion würden sich die Hehner garantiert freuen. Dass es dazu kommt, ist allerdings kaum zu erwarten. Denn Großkreutz, der vor gut einer Woche bei einem nächtlichen Ausflug in Stuttgart verprügelt worden war, ins Krankenhaus musste und ein paar Tage später aus seinem Vertrag beim VfB entlassen wurde, will nun erst einmal Ruhe und eine Auszeit vom Fußball. Vom Profifußball wohlgemerkt. Nunja…

Quelle: n-tv.de, tno