Fußball

Real-Star trifft per Eckball Kroos' Genialität überrumpelt Valencia

Die meisten Eckbälle bringen wenig ein. Außer, wenn Toni Kroos sie ausführt. Im Halbfinale des spanischen Supercups trifft der Fußball-Nationalspieler traumhaft für Real Madrid. Die Königlichen sind damit erster Finalist der Veranstaltung, die unter zweifelhaften Umständen stattfindet.

Nationalspieler Toni Kroos hat Real Madrid mit einem direkt verwandelten Eckball in das Endspiel der spanischen Supercopa geführt. In der erstmals in Saudi-Arabien ausgetragenen Finalrunde des reformierten Wettbewerbs gewannen die Königlichen das Halbfinale gegen den FC Valencia mit 3:1 (2:0), der 30 Jahre alte Kroos traf mit seinem Kunstschuss zur Real-Führung (16.). Bei Kroos' sehenswertem Treffer machte Valencias Keeper Jaume Domenech aber eine denkbar schlechte Figur. Der Spielmacher der Königlichen bemerkte kurz vor der Ausführung des Eckstoßes, dass Domenech einige Meter aus dem Tor geeilt war, um sich mit seine Abwehrspielern zu besprechen. Diesen Moment nutzte Kroos eiskalt aus.

Isco (39.) und Luka Modric (65.) erzielten die weiteren Tore der Mannschaft von Zinedine Zidane, der in der Startelf auf den Ex-Frankfurter Luka Jovic gesetzt hatte. Daniel Parejo (90.+2) traf kurz vor dem Ende des bestenfalls mittelmäßig besuchten Spiels im King Abdullah Sports City Stadium in Dschidda für Valencia.

Ter Stegen fehlt bei Barcelona

Im Endspiel am Sonntag trifft Real entweder auf den Erzrivalen FC Barcelona, bei dem Torhüter Marc-Andre ter Stegen derzeit verletzt ist, oder den Stadtkonkurrenten Atletico Madrid. Beide Klubs treffen am Donnerstag (20.00 Uhr) im zweiten Halbfinale aufeinander. Der Supercup-Sieger wird erstmals im Final-Four-Modus ausgespielt. Bisher wurde der Titelträger zwischen dem Meister der Primera División und dem spanischen Pokalsieger ermittelt - nun kämpfen auch der Vize-Meister und der zweite Pokalfinalist um die Supercopa.

Das Turnier wird auch 2021 sowie 2022 im von Spanien 6500 Kilometer entfernten Wüstenstaat ausgetragen und bringt dem spanischen Fußball-Verband RFEF insgesamt 120 Millionen Euro (40 Millionen Euro pro Veranstaltung bis 2022). Vertraglich festgelegt wurde, dass Frauen zu den Spielen kostenlos Eintritt in die Stadien erhalten. Erst seit Kurzem öffnet das Königreich das öffentliche Leben dem über viele Jahre unterdrückten weiblichen Geschlecht. An der von Amnesty International als "katastrophal" bezeichneten Menschenrechtslage ändert das jedoch wenig.

Quelle: ntv.de, tsi/sid/dpa