Fußball

Für Deutschland zu Olympia? Kruse will "Genugtuung" für Löws Verweis

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Max Kruse hat trotz dreimonatiger Verletzung schon sieben Tore und fünf Vorlagen geliefert.

(Foto: Pool via REUTERS)

Vor fünf Jahren verbannt Joachim Löw Stürmer Max Kruse aus der Fußball-Nationalmannschaft. Nun hofft der Union-Profi trotzdem noch einmal im DFB-Trikot spielen zu dürfen - bei den Olympischen Spielen. Der 32-Jährige hat deswegen einen frommen Wunsch.

Union-Profi Max Kruse möchte sich mit Olympia in Japan einen weiteren Traum gern erfüllen. "Ich bin wohl einer von zwölf Kandidaten für drei Plätze. Das ist eine Chance von 25 Prozent", sagte der Ex-Nationalspieler dem "Focus". DFB-Trainer Stefan Kuntz darf in seinen Kader, der überwiegend aus U21-Spielern besteht, auch drei Profis benennen, die früher als im Jahr 1997 geboren sind. Kruse steht auf der Olympia-Liste der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA), was für eine Olympia-Teilnahme mit der deutschen U21-Auswahl in Tokio Voraussetzung ist.

"Dass ich ein Team führen kann, habe ich in der Vergangenheit bewiesen", sagte der 32 Jahre alte Stürmer des 1. FC Union jetzt: "Aber zu oft sollten sie die Spiele nicht mehr verschieben, denn so jung bin ich auch nicht mehr." Bei den Eisernen ist Kruse trotz einer dreimonatigen Verletzungspause mit sieben Toren und fünf Vorlagen wesentlich für den bisher starken Saisonverlauf mitverantwortlich.

Eine Olympia-Teilnahme würde Kruse zwar nicht als Rehabilitierung, aber als eine Art "Genugtuung" empfinden. 2016 hatte Bundestrainer Joachim Löw den Offensivspieler nach nur 14 Länderspielen wegen unprofessionellen Verhaltens aus der Nationalmannschaft verbannt.

"Wenn ich die Möglichkeit habe, das deutsche Trikot zu tragen, nehme ich das gern an. Egal ob Olympia-Team oder Nationalmannschaft. Ich habe als Kind immer davon geträumt. Und der Traum wird nie aufhören, solange ich Fußball spiele", sagte Kruse. Fußballerisch hätte er "richtig Bock, nach Tokio zu reisen", hatte er schon zuvor erklärt.

Ebenfalls noch Hoffnungen auf die Olympia-Teilnahme macht sich Mats Hummels. Der Verteidiger von Borussia Dortmund gehört nach dem Aussortieren von Löw vor knapp zwei Jahren ebenfalls nicht mehr zum DFB-Team. Bei Olympia könnte er es allerdings wieder werden. Anders als Thomas Müller, dessen Traum von Tokio sich nicht erfüllen wird. Der Profi des FC Bayern fehlt auf der Liste der NADA. Die Olympischen Spiele waren wegen der Corona-Pandemie von 2020 auf den Sommer 2021 verschoben worden.

Quelle: ntv.de, ara/sid/dpa

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