Fußball

"Wir werden das besprechen" Kuranyi für Löw ein Thema

Bundestrainer Joachim Löw macht Kevin Kuranyi nun doch Hoffnung auf eine Teilnahme an der Fußball-WM in Südafrika. Die endgültige Entscheidung, ob der Schalker tatsächlich in die Nationalmannschaft zurückkehren darf, will Löw noch vor der Nominierung des vorläufigen WM-Kaders am 6. Mai bekanntgeben.

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Joachim Löw schweigt nicht länger zur Personalie Kevin Kuranyi. Was er sagt, klingt versöhnlich.

(Foto: dpa)

Kevin Kuranyi wird nun doch wieder ein Thema in den WM-Planungen von Bundestrainer Joachim Löw. Eine bisher ausgeschlossene Rückkehr des aus der Fußball-Nationalmannschaft verbannten Stürmers von Schalke 04 steht auf der Agenda eines dreitägigen Treffens von Löw, Co-Trainer Hansi Flick, Torwarttrainer Andreas Köpke und Chefscout Urs Siegenhaler von Montag an im Schwarzwald.

"Wir werden sicherlich über Kuranyi reden, das Thema Kuranyi ist ja vorhanden. Wir werden das besprechen", sagte Löw der "Bild am Sonntag" und kündigte zugleich an: "Aber es ist klar, dass wir die Entscheidung bei Kuranyi vor dem 6. Mai treffen werden. Also nicht erst am Tag der WM-Nominierung."

Unter der Woche hatte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff noch eine schnelle Lösung im Fall Kuranyi ausgeschlossen. "Wir können und wollen nicht auf jede Spekulation um Personalien reagieren", sagte Bierhoff und verwies darauf, dass Löw bis zum 6. Mai Zeit habe, Entwicklungen zu beobachten und entsprechend zu reagieren.

"Für keinen ein Gesichtsverlust"

Vor 18 Monaten hatte Kuranyi während des WM-Qualifikationsspiels gegen Russland unerlaubt und ohne Information in Dortmund die Nationamannschaft verlassen. Löw schloss als Konsequenz für die Dauer seiner Amtszeit eine Rückkehr des Schalkers in die DFB-Elf aus. Kuranyi hat jedoch mit 18 Toren in der laufenden Bundesliga-Saison Werbung in eigener Sache für ein Comeback bei der Weltmeisterschaft in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) gemacht und zahlreiche Befürworter gefunden, unter anderem Bayerns Ehrenpräsidenten Franz Beckenbauer.

Beckenbauer scheint mittlerweile davon überzeugt, dass Löw den Schalker mit nach Südafrika nimmt. "Ich gehe davon aus, dies würde auch für keinen einen Gesichtsverlust bedeuten. Das sind alles intelligente Menschen, und deshalb glaube ich an eine vernünftige Lösung", sagte er im Bezahlsender "Sky".

Quelle: n-tv.de, sid/dpa

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