Fußball

Hrubeschs gelungenes DebütLea Schüller lässt DFB-Elf jubeln

07.04.2018, 20:04 Uhr
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Sauberer Viererpack: Lea Schüller. (Foto: dpa)

Einen Schritt aus der Krise machen Deutschlands Fußballerinnen. Beim 4:0 über Tschechien zeigt sich bereits die Handschrift von Kurzzeit-Bundestrainer Horst Hrubesch. Mit Lea Schüller bietet er eine unbefangene Spielerin auf - die gleich vier Tore markiert.

Die deutschen Fußballerinnen können doch noch gewinnen. Beim Debüt von Kurzzeit-Bundestrainer Horst Hrubesch gab es im WM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien ein klares 4:0 (2:0) in Halle an der Saale. Damit übernahm das DFB-Team wieder die Führung in der WM-Qualifikationsgruppe 5 vor Island. Den DFB-Frauen merkte man dennoch an, dass die Vergangenheit mit Bundestrainerin Steffi Jones nachwirkt.

Was lief gut? Die Mannschaft war wieder eine. Hrubesch hat den Teamgeist zurückgebracht. Die Spielerinnen liefen und kämpften füreinander. Hrubeschs Handschrift war teilweise bereits erkennbar. Schnelles, einfaches Spiel mit viel Bewegung machte den Tschechinnen zu schaffen. Die überraschende Nominierung von Lea Schüller anstelle von Lena Petermann im Angriff war ein Glücksgriff. Die Essenerin erzielte alle vier Tore und steht nun nach sechs Länderspielen bei fünf Treffern.

Was lief noch nicht? Die Fehlerquote war zu hoch und brachte die Abwehr mehrfach in Bedrängnis. Viele Pässe aus dem Mittelfeld von den erfahrenen Dzsenifer Marozsan und Lena Goeßling waren zu scharf oder zu ungenau. Teilweise war zu wenig Bewegung in der Mannschaft.

Was muss sich schnell ändern? Hrubesch fordert für das Slowenien-Spiel am Dienstag ein noch besseres Aufbauspiel und konsequentere Abschlusshandlungen. Angesichts seiner Einschätzung, dass die Mannschaft gegen Tschechien nur 60 Prozent ihres Leistungsvermögens abgerufen hat, sollte eine Steigerung möglich sein.

Quelle: sgi/dpa

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