Fußball

Ponomarew: Regionalliga droht Mäzen geht und Uerdingen steht vor Pleite

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Ohne das Geld von Mäzen Ponomarew sieht es schlecht für den KFC aus.

(Foto: imago images/Fotostand)

Bis zum 1. März muss der KFC Uerdingen die Lizenz für die kommende Saison beantragen. Doch nach dem Rückzug von Mäzen Ponomarew droht dem Drittligisten nicht nur der Abstieg. Ohne neuen Investor scheint selbst eine Insolvenz möglich. Ponomarew malt zum Abschied ein düsteres Bild.

Präsident Michail Ponomarew vom Fußball-Drittligisten KFC Uerdingen hat seinen vorzeitigen Rücktritt erklärt. Wie die "Rheinische Post" berichtete, hat der 46-Jährige den Verwaltungsrat in Kenntnis gesetzt und seinen Rückzug spätestens zum 20. Januar geplant. Der Klub wollte sich dazu zunächst nicht äußern.

Ponomarew, der am 6. Dezember seinen Ausstieg zum Saisonende angekündigt hatte, ist seit fast fünf Jahren bei den Krefeldern als Investor und Klubchef tätig und hat mehrere Millionen in den Verein investiert. Während seiner Amtszeit ist der KFC von der Oberliga bis in die 3. Liga aufgestiegen. "Wir hatten eine erfolgreiche Zeit, aber die Entwicklung stagniert leider aus verschiedenen Gründen", begründete der Russe im Dezember seinen Rückzug. Zudem habe es dem KFC, der seine Heimspiele nun schon in der dritten Saison nacheinander nicht im sanierungsbedürftigen heimischen Stadion austragen kann, auch an Unterstützung durch die Stadt Krefeld gefehlt. Als Drittligist wich Uerdingen zuerst nach Duisburg aus und spielt mittlerweile in Düsseldorf.

Auf der Suche nach einem neuen Investor sind die Uerdinger bislang noch nicht fündig geworden. Auf einer Informationsveranstaltung für die Mitglieder am Dienstagabend zeichnete Ponomarew ein düsteres Bild für den Fall, dass kein neuer Geldgeber gefunden wird. "Dann wird der KFC in der kommenden Saison nicht mehr in der 3. Liga spielen, sondern in der Regionalliga", sagte er.

Bis zum 1. März muss die Lizenz für die 3. Liga beantragt werden. Sollte bis dahin kein Investor gefunden worden sein, werden die Uerdinger wohl eine Klasse tiefer antreten müssen. Sogar eine mögliche Insolvenz des früheren Bundesligisten steht im Raum. "Die Situation hat sich in den vergangenen Wochen erheblich verschlechtert", klagte Aufsichtsratschef Andreas Galland.

Quelle: ntv.de, tsi/dpa