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Tasmania dankt Titan Fährmann McKennie feiert seine "asozialen Schalker"

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Weston McKennie ist ein Schalker Junge, auch wenn er gerade in Turin spielt.

(Foto: imago images/Insidefoto)

Aufatmen in Gelsenkirchen und Berlin, Party in Turin: Der erlösende Sieg des FC Schalke 04 sorgt an vielen Orten für Begeisterung. Die Tasmania muss ihren historischen Negativrekord nicht teilen, die Königsblauen sammeln Mut im Abstiegskampf und auch Mesut Özil ist erleichtert.

Nach dem 4:0-Sieg des FC Schalke 04 im Bundesligaspiel gegen die TSG 1899 Hoffenheim hat der frühere Schalker Mesut Özil seinem ehemaligen Klub und besonders Kapitän Sead Kolasinac gratuliert. "Ja, mein Bruder! Meine Damen und Herren - Der Kolasinac-Effekt", schrieb Özil nach Abpfiff auf Twitter. Ähnlich äußerte sich auch Julian Draxler, ebenfalls ein Schalker Junge, in einer Story bei Instagram.

In dem Beitrag auf Englisch bezeichnete Özil seinen früheren Teamkollegen Kolasinac, mit dem er beim FC Arsenal zusammengespielt hatte, als "Maschine". Bei Schalkes Sieg feierte der von den Londonern ausgeliehene Kolasinac sein Bundesliga-Comeback nach dreieinhalb Jahren. Für die Schalker trafen Matthew Hoppe (42., 57. und 63. Minute) und Amine Harit (80.).

Weston McKennie, der derzeit von Schalke an Juventus Turin ausgeliehen ist, postete derweil ein Video, in dem er im königsblauen Vereins-Hoodie ausgelassen jubelt und singt. "Auf geht's Jungs", brüllt der 22-Jährige in die Kamera und grölt dann auch noch den legendären Fan-Song "Asoziale Schalker".

"Wie geil ist tas denn?"

Mit dem Sieg blieb dem Revierklub auch die Einstellung des ewigen Negativrekords von Tasmania Berlin erspart: Das Team war in der Saison 1965/66 insgesamt 31 Spiele nacheinander sieglos geblieben, Schalkes Negativserie endete nun nach 30 Spielen. Auf seiner Facebook-Seite reagierte die erleichtere Tasmania Berlin am Samstagabend mit einem neuen Titelbild: "Wie geil ist tas denn? 31 Spiele ohne Sieg - Rekord für die Ewigkeit", hieß es dort.

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"Ralf Fährmann (Anmerk. d. Red.: Überragender Torwart des FC Schalke 04) hat uns gerettet, das sah in der ersten Halbzeit nicht gut aus", sagte Tasmania-Präsident Almir Numic dem Sportinformationsdienst: "Nach dem 2:0 für Schalke kamen dann aber schon die ersten Gratulationen. Nach dem 4:0 gab es kein Halten mehr, mein Handy hat ununterbrochen vibriert." Damit geht für Tasmania und auch für Numic eine "irre Zeit" zumindest vorläufig zu Ende. "Ich habe der New York Times kürzlich ein Interview gegeben. Und gerade war ein Kamerateam von der Sportschau im Vereinsheim. Wir haben das Spiel verfolgt mit drei weiteren Fans, das war schon sehr emotional", sagte Numic.

Auch für den Verein habe sich der Hype der vergangenen Wochen ungeachtet der Coronakrise positiv niedergeschlagen: "Unsere Facebook-Seite ist komplett explodiert, der Online-Fanshop kam kaum hinterher." Auch interessierte Firmen, die in der Vergangenheit mit einem Engagement als Sponsor gezögert hätten, seien nun vermehrt auf ihn zugekommen. "Medial kann uns kein Amateurverein in Deutschland das Wasser reichen", befand Numic.

Quelle: ntv.de, tno/dpa/sid