Fußball

Perfektes Jahr für den Floh Messi ist Weltfußballer

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Sympathisch und bescheiden: Lionel Messi, ...

(Foto: dpa)

Es ist die Krönung einer perfekten Saison: Nach sechs Titeln mit seinem Verein FC Barcelona erhält der Argentinier Lionel Messi als "Weltfußballer des Jahres" erstmals die höchste Individual-Auszeichnung im Fußball. Leer gehen dagegen die deutschen Frauen aus. Sie unterliegen der Brasilianerin Marta.

Als Messi bei der FIFA-Gala in Zürich zum "Weltfußballer des Jahres" gekrönt wurde, stand Europameisterin Inka Grings immer noch unter dem Eindruck eines schweren Autounfalls. "Wir sind auf der Autobahn bei Glatteis in einen Lkw und danach in die Leitplanke geknallt. Ich stand unter Schock und wollte meine Teilnahme hier schon absagen. Zum Glück ist nur Sachschaden entstanden", berichtete Grings nach der traditionellen Wahl im Züricher Kongresshaus.

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... der sich offenbar sehr über den Preis freute.

(Foto: AP)

Wie Deutschlands Rekordnationalspielerin Birgit Prinz, die mit Fieber zu Hause im Bett lag, ging Grings als Fünfte leer aus. Die Trophäe für die weltbeste Spielerin durfte zum vierten Mal nacheinander die Brasilianerin Marta in Empfang nehmen. Grings war dennoch "wahnsinnig stolz" und freute sich über den würdigen Abschluss eines "fantastischen Jahres".

Star des Abends war jedoch Messi. Der 1,69 Meter kleine Dribbelkünstler vom FC Barcelona trat die Nachfolge von Cristiano Ronaldo an, der auch diesmal zu den Nominierten gehörte. "Das ist ein schöner Abschluss eines wunderbaren Jahres. Ich danke vor allem meiner Familie. Wenn es ein Problem gibt, steht sie immer hinter mir", sagte der Argentinier.

Sechs Titel in einem Jahr

Zwei Tage nach dem historischen Sieg mit Barça bei der Club-WM, dem sechsten Titelgewinn der Katalanen innerhalb eines Jahres, erweiterte der erst 22-Jährige seine imposante Titelsammlung mit der höchsten Individual-Auszeichnung, die im Fußball vergeben wird. "Es war ein tolles Jahr, in dem ich viel erlebt habe. Das Schönste war der Gewinn der Champions League", sagte Messi. Anfang Dezember hatte "La Pulga" - der Floh - mit einem Rekordvorsprung bereits den Goldenen Ball als bester Spieler in Europa gewonnen.

Der Außenstürmer erzielte in der vergangenen Saison 39 Tore für den spanischen Meister und kaschierte mit seinen überragenden Leistungen im Barça-Trikot seine eher durchschnittlichen Auftritte mit der argentinischen Nationalmannschaft. "Ich habe versucht, auch dort gut zu spielen. Aber das ist nicht immer leicht. Wir hatten große Mühe, uns für die WM zu qualifizieren. Ich hoffe, bei der Endrunde läuft es besser", erklärte Messi.

"Stolz, Argentinier zu sein"

In seiner Heimat, die er im Alter von 13 Jahren gen Barcelona verließ, stillt er seit Jahren die Sehnsucht nach einem legitimen Maradona-Nachfolger. In Barcelona reifte er zu einem Weltstar, der stets bescheiden auftritt. "Ich bin stolz, Argentinier zu sein. Aber ich hatte auch Glück, einen tollen Verein zu finden. Barça macht mich groß, ganz klar", meinte der begnadete Techniker.

Schönstes Tor von Ronaldo

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Zum vierten Mal in Folge kann sich Marta über die Auszeichnung freuen.

(Foto: AP)

Für Vorjahressieger Ronaldo gab es keinen Zweifel an der Wahl Messis zum neuen "König" des Weltfußballs. "Er hat eine super Saison gespielt und Barcelona viele Titel gewonnen. Ich bin nicht neidisch, er hat es verdient", sagte der teuerste Fußballspieler der Welt vom spanischen Renommierclub Real Madrid.

Entschädigt wurde der Portugiese mit dem erstmals von der FIFA vergebenen Puskas-Preis für das schönste Tor 2009. Prämiert wurde der Distanzschuss von Ronaldo aus über 30 Meter in der vergangenen Saison in der Champions League mit seinem damaligen Klub Manchester United gegen den FC Porto. "Ich habe nicht damit gerechnet, in diesem Jahr überhaupt einen Preis zu bekommen", sagte Ronaldo. Entschieden wurde der Preis in einer Internetabstimmung. Aus der Bundesliga war nur ein Tor unter den besten zehn. Dabei handelte es sich um das Hackentor des Brasilianers Grafite vom deutschen Meister VfL Wolfsburg in der vergangenen Saison am 4. April zum 5:1 gegen Bayern München.

Das Wahlergebnis:

Spieler:

Lionel Messi (FC Barcelona/Argentinien) 1073 Punkte

Cristiano Ronaldo (Real Madrid/Portugal) 352

Xavi  (FC Barcelona/Spanien) 196

Kaká  (Real Madrid/Brasilien) 190

Andrés Iniesta (FC Barcelona/Spanien) 134

Spielerinnen:

Marta  (Los Angeles Sol/Brasilien) 833 Punkte

Birgit Prinz (1. FFC Frankfurt/Deutschland) 290

Kelly Smith (FC Arsenal/England)  252

Cristiane (FC Santos/Brasilien) 239

Inka Grings (FCR Duisburg/Deutschland) 216

Quelle: n-tv.de, Von Eric Dobias, dpa

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