Fußball

DFB-Elf will den WM-Titel Mission Gold hat begonnen

"Das oberste Ziel ist die Titelverteidigung", sagt Nationaltrainerin Silvia Neid. Wenn die deutschen Fußballerinnen im Sommer im eigenen Land um die Weltmeisterschaft spielen, soll's also schon der Titel sein. Die Gegner sind jedenfalls nicht unschlagbar. Und Eintrittskarten gib's auch noch.

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Mission Gold: Bundestrainerin Silvia Neid.

(Foto: dpa)

Die Frauenfußball-Weltmeisterschaft findet im kommenden Sommer zum ersten Mal in Deutschland statt. Die Veranstalter versprechen sich ein Fest, das DFB-Team mit seiner Trainerin Silvia Neid will als Gastgeber nach den Triumphen in den USA im Jahr 2003 und 2007 in China den dritten WM-Titel in Serie gewinnen. Mission Gold, sozusagen. Auch wenn das deutsche Team, wie es Fußballprofis nun einmal tun, tiefstapelt und, welch Wunder, die Gruppengegner auf keinen Fall unterschätzen will. Klingt gut, ist es auch. Hier lesen Sie, wie die Chancen der deutschen Elf stehen. Und wie Sie an Karten kommen.

Wo gibt's Karten?

Eintrittskarten für alle Spiele gibt es, wie auch schon bei der WM der Männer 2006 in Deutschland im Internet, und zwar auf der Seite des Weltverbandes Fifa unter https://de.fifa.com/womensworldcup. Hier dann auf "Tickets" klicken. Der Rest erklärt sich selbst. Die mittlerweile dritte Verkaufsphase läuft noch bis zum 31. Dezember, die Karten kosten zwischen 10 Euro für Kinder und Jugendliche in der niedrigsten Kategorie bei einem Gruppenspiel und 200 Euro fürs Finale auf den besten Plätzen.

Muss ich mich beeilen?

Kommt drauf an. Für die Partie Äquatorial-Guinea gegen Australien dürfte auch kurzfristig ein Platz im Bochumer Ruhrstadion zu ergattern sein. Wer allerdings das Eröffnungsspiel des deutschen Teams gegen Kanada im Berliner Olympiastadion sehen möchte, sollte sich besser jetzt schon darum kümmern. Insgesamt sind, melden die Veranstalter, bisher 370.000 der insgesamt 700.000 Tickets vergriffen. Und seitdem die konkreten Spielpaarungen feststehen, zieht der Verkauf merklich an. Alleine in der Nacht nach der Auslosung wurden 20.000 Karten verkauft.

Wann geht's los?

An einem Sonntag, und zwar dem 26. Juni 2011 um 18 Uhr. Dann eröffnet die deutsche Elf das Turnier in Berlin mit ihrem ersten Gruppenspiel gegen Kanada. Das Finale findet am 17. Juli in Frankfurt statt, das ist wieder ein Sonntag. 16 Länder nehmen in vier Vierergruppen teil, 32 Begegnungen stehen auf dem Programm. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe erreichen das Viertelfinale, danach gilt das K.o.-System.

Wo spielt das deutsche Team?

Wie erwähnt zum Auftakt am 26. Juni gegen Kanada in Berlin, dann im zweiten Spiel der Gruppe A am Donnerstag, 30. Juni in Frankfurt gegen Nigeria und schließlich am Dienstag, 5. Juli, in Mönchengladbach gegen Frankreich. Schafft das deutsche Team den Gruppensieg, ginge es im Viertelfinale am Samstag, 9. Juli, in Wolfsburg gegen den Zweitplatzierten der Gruppe B. Hier kommen Japan, Neuseeland, Mexiko und England in Frage. Siegt Deutschland auch hier, stünde am Mittwoch, 13. Juli, das Halbfinale in Frankfurt an. Was ganz praktisch wäre, da dort vier Tage später auch das Endspiel stattfindet.

Wie stark sind die Gegner?

Da sind die deutschen Spielerinnen ganz Profis. "Ich bin mir noch etwas unsicher. Es sind ziemlich schwierige Gegner", sagte Spielführerin Birgit Prinz nach der Auslosung. "Gegen Kanada und Nigeria haben wir gerade erst in der Vorbereitung gespielt." Genau. Und gegen den Afrikameister aus Nigeria in Leverkusen in der vergangenen Woche mit 8:0 gewonnen. Gegen Kanada gab's im September in Dresden ein 5:0. Und die Französinnen? Waren bei der bisher letzten WM nicht dabei, erreichten allerdings bei der EM 2009 in Finnland das Viertelfinale und haben sich in der Weltrangliste immerhin auf Platz acht vorgearbeitet. Und das mit der Qualifikation für die WM in Deutschland klappte auch gut. Elf Siege und ein Unentschieden können sich sehen lassen. Also sagt auch die deutsche Nationaltorhüterin das, was Fußballer halt so sagen: "Unsere Gruppe ist schwer, aber machbar. Wir werden den Teufel tun, einen der Gegner zu unterschätzen."

Quelle: n-tv.de