Fußball

Nachspiel zur Rotlicht-Affäre Mutmaßliche Großkreutz-Schläger verhaftet

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Nach einer nächtlichen Schlägerei landete Weltmeister Kevin Großkreutz Ende Februar in der Notaufnahme.

(Foto: imago/Sportfoto Rudel)

Ende Februar wird Fußball-Weltmeister Kevin Großkreutz nach einer Partysause nachts brutal verprügelt. Jetzt verhaftet die Polizei zwei Teenager, die die Schlägerei vor dem Stuttgarter Bordell "Madeleine" angezettelt haben sollen.

Knapp sechs Wochen nach den nächtlichen Eskapaden des ehemaligen VfB-Profis Kevin Großkreutz, die für den Fußball-Weltmeister im Krankenhaus und mit dem Rauswurf beim VfB Stuttgart endeten, hat die Polizei jetzt offenbar zwei der mutmaßlichen Schläger gefasst.

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Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, handelt es sich um zwei polizeibekannte Männer aus dem Raum Esslingen und Göppingen: den 16 Jahre alten Ali E. und seinen zwei Jahre älteren Freund Alem S.. Die beiden sollen die Schlägerei vor dem Stuttgarter Bordell "Madeleine" angezettelt haben. Gegen die beiden Teenager seien Anfang der Woche Haftbefehle erlassen worden. Daraufhin wurden sie dem Staatsanwalt zufolge bereits am Dienstag festgenommen und sitzen nun in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittele wegen gefährlicher Körperverletzung gegen die Teenager.

Und Großkreutz? Der findet langsam den Weg zurück in die Öffentlichkeit. Mittlerweile ist er genesen und trainiert offiziell bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund. "Er hat sich bedankt, dass wir ihm die Möglichkeit geben, sich in der zweiten Mannschaft fit zu halten, und wird diese Option auch nutzen", erklärte BVB-Boss Hans-Joachim Watzke jüngst.

"Kämpft, grätscht, zerreißt euch"

Der BVB-Boss zeigt sich außerdem zuversichtlich, dass Großkreutz trotz der Eskapaden in jüngster Vergangenheit wieder von einem Bundesligisten verpflichtet werden könnte. "Warum nicht? Für Borussia Dortmunds Zukunft ist er kein Thema - aber wenn du einen Spieler brauchst, der mit vollem Einsatz dabei ist, der eine Verbindung zu den Fans herstellt und sich voll mit einem Verein identifiziert, ist das natürlich vorstellbar", meint Watzke.

Ein Verein hat sich bereits bei Großkreutz gemeldet: "Hallo Kevin, wir haben gehört, dass du bei deinem alten Verein aufgrund privater Verfehlungen rausgeschmissen wurdest und dich nun aus dem Profi-Fußball zurückziehen willst. Das ruft uns, die 1. Mannschaft der DJK Hehn, auf den Plan." Ob Großkreutz die Anfrage in Betracht zieht, entzieht sich unserer Kenntnis.

Vor dem anstehenden Zweitliga-Derby des VfB Stuttgarts gegen den Karlsruher SC am Sonntag meldete sich Großkreutz mit einer emotionalen Botschaft an seine Ex-Kollegen: "Kann nicht so tun, ob mir das Spiel egal ist. Kämpft, grätscht, zerreißt euch. Derby ist mehr als ein Spiel", schreibt Großkreutz. "Ich drücke die Daumen und bin mit den Gedanken bei euch. Ihr schafft das. Euer Freund."

Quelle: n-tv.de, dsi