Fußball

Maguire hat Ärger auf Mykonos Nationalspieler nach Schlägerei verurteilt

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Southgate und Maguire während des Trainings der englischen Nationalmannschaft.

(Foto: imago images/PA Images)

Diesen Griechenland-Urlaub dürfte Harry Maguire so schnell nicht vergessen. Denn nach einem Streit verurteilt ein Gericht den Kapitän von Manchester United zu einer Gefängnisstrafe. Weil die zur Bewährung ausgesetzt ist, darf er trotzdem Fußball spielen - sein Trainer sieht das allerdings anders

Kapitän Harry Maguire vom englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United ist nach seiner Festnahme in Griechenland zu 21 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Der 27-Jährige wurde vom Gericht wegen wiederholter Körperverletzung, versuchter Bestechung, Gewalt gegen Beamte und Beleidigung schuldig gesprochen. Auch Maguires älterer Bruder Joe und ein Freund erhielten einen Schuldspruch.

Harry Maguire war Donnerstagnacht auf der Urlaubsinsel Mykonos festgenommen worden. Die Polizei hatte eingreifen müssen, um eine Schlägerei zwischen zwei Touristengruppen zu beenden. Der griechische Fernsehsender Mega berichtete, die Lage um Maguire sei eskaliert, nachdem eine Person aus der anderen Gruppe seine Schwester geschlagen haben soll.

Anschließend hätten sich der englische Nationalspieler, sein Bruder und ein Freund eine Auseinandersetzung mit Polizeibeamten geliefert, vier seien leicht verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, soll einer der Verdächtigen außerdem versucht haben, die Beamten zu bestechen, um den Vorfall zu vertuschen. Wegen Bestechung müssen sich jetzt allerdings beide Maguire-Brüder verantworten. Am vergangenen Samstag war Harry Maguire aus dem Polizeigewahrsam entlassen worden.

Ungeachtet der Negativschlagzeilen um seine Person wurde Maguire in das Aufgebot der Three Lions für die Nations-League-Duelle in Island und Dänemark Anfang September berufen, strich ihn allerdings nach dem Urteil wieder aus dem Kader. Englands Teammanager Gareth Southgate hatte in der Vergangenheit bei einem Fehlverhalten seiner Stars schon hart durchgegriffen und unter anderem Raheem Sterling von Manchester City nicht berücksichtigt, der in einem Ligaspiel mit seinem Nationalmannschaftskollegen Joe Gomez vom FC Liverpool aneinandergeraten war. Englische Medien berichteten, dass es dann auch beim Treffen der Three Lions zum Streit gekommen war

Quelle: ntv.de, tsi/sid