Fußball

"Hatte schon seit Wochen Angst" Olic und die DFL kritisieren 1860 München

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Es ist vorbei: Ivica Olic nach der Relegation gegen Jahn Regensburg.

(Foto: imago/Plusphoto)

Jahrelang spielt er in der Bundesliga Fußball, nun hört er als Absteiger auf - und versteht nicht, was beim TSV 1860 München vor sich geht: "So etwas klappt nicht." Und die DFL ist vom Gebaren des Investors der Löwen, Hasan Ismaik, arg irritiert.

Ivica Olic hat die Führung des Zweitliga-Absteigers TSV 1860 München scharf kritisiert. "Ich hatte schon seit Wochen Angst, dass es böse mit uns Löwen ausgeht. Einigen Spielern wurde gesagt, dass man nicht mehr mit ihnen plant. Aber genau die sollten gegen Regensburg die Kohlen aus dem Feuer holen. So etwas klappt nicht", sagte der Kroate der "Bild"-Zeitung. Der 37-Jährige war zu Saisonbeginn vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV nach München gewechselt. Sein Vertrag läuft zum Monatsende aus, Olic wird seine Karriere beenden.

Derweil ist die DFL einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge dann doch irritiert über das Gebaren des Investors der Münchner Löwen, Hasan Ismaik. Der jordanische Hauptgesellschafter hatte die Liga jüngst kontaktiert, um Vorschläge über Statutenänderungen beim TSV zu erörtern. Diese Änderungen seien die Voraussetzung für den Milliardär, eine nötige Millionenzahlung zum Erhalt der Drittliga-Lizenz zu tätigen. In einem von der "Süddeutschen" zitierten Schreiben der DFL an den Klub heißt es, die Kurzfristigkeit der Anfrage sei "befremdlich und es stellt sich die Frage, wie dies mit (...) den Grundsätzen ordnungsgemäßer und vorausschauender Geschäftsführung in Einklang zu bringen ist". Künftig wolle die Liga nur noch mit ausreichend Vorlauf auf Anfragen reagieren, hieß es.

Ismaik muss bis heute, 15.30 Uhr, dem Vernehmen nach etwa zehn Millionen Euro für die Lizenz bereitstellen. Eine der Forderungen Ismaiks ist, das Weisungsrecht des Stammvereins am Geschäftsführer teilweise abzuschaffen. Das hätte zur Folge, dass der e.V. deutlich an Einfluss auf die Profiabteilung verliert. Dazu schrieb die DFL, dass das Weisungsrecht der Gesellschafterversammlung "uneingeschränkt" bestehen müsse. Sonst sei das Investoren-Konstrukt bei 1860 nicht mit der 50+1-Regel im deutschen Fußball vereinbar.

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa

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