Fußball

Jesé ist jetzt vereinslos PSG ist den 25-Millionen-Wanderarbeiter los

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Jesé muss sein Glück nun dauerhaft außerhalb von Paris suchen.

(Foto: imago images/eu-images)

2016 kommt Jesé für viel Geld von Real Madrid zu Paris Saint-Germain, dem Klub des deutschen Trainers Thomas Tuchel. Doch dort findet der Spieler nie in die Spur und wird zum Wanderarbeiter. Das ist jetzt vorbei.

Der französische Fußballmeister Paris Saint-Germain, Klub von Trainer Thomas Tuchel und der Nationalspieler Julian Draxler und Thilo Kehrer, hat den Vertrag mit dem spanischen 25-Millionen-Euro-Mann Jesé überraschend aufgelöst. Dies gab PSG am Sonntag bekannt. Der Kontrakt hatte eine Laufzeit bis 30. Juni 2021.

Der Iberer kam 2016 von Real Madrid, fand in Paris aber nie in die Mannschaft und war in den letzten Jahren an Las Palmas, Stoke City, Betis Sevilla und Sporting Lissabon ausgeliehen. Nun ist der Wanderarbeiter vereinslos: "Paris Saint-Germain wünscht Jesé alles Gute bei der Fortsetzung seiner beruflichen Laufbahn." Einen Grund für die nun endgültige Trennung gab der Klub nicht an.

Der 27-Jährige sorgte allerdings zuletzt immer wieder für Schlagzeilen abseits des Platzes - unter anderem gab es Gerüchte um die Teilnahme des Spielers an einer illegalen Geburtstagsparty in Corona-Zeiten. Zuletzt hatte sich Jesé schon nicht mehr in Paris aufgehalten, sondern sich in Las Palmas fitgehalten. Für den Champions-League-Finalisten kam er in all den Jahren nur zu 18 Einsätzen.

"Wir sind bereit zu leiden"

Thomas Tuchel war unterdessen erleichtert und zufrieden: Nach einer erfolgreichen Woche sieht der Meistercoach sein Starensemble zurück in der Spur. "Wir sind bereit zu leiden", meinte der deutsche Trainer des französischen Fußball-Serienmeisters und zog nach dem 3:1 (1:1)-Arbeitssieg beim HSC Montpellier ein positives Fazit.

Noch vor einer Woche hatte er seinem Team nach dem 2:2 gegen Girondins Bordeaux vorgeworfen, es fehle an "Einstellung, Einsatz und Disziplin". Es folgte zunächst der 3:1-Sieg in der Champions League bei Manchester United und nun das Ausbauen der Tabellenführung in der Ligue 1.

Und das mit einer B-Elf. Von den Top-Spielern hatte einzig der Argentinier Angel Di Maria in der Startaufstellung gestanden. Der brasilianische Superstar Neymar fehlte gänzlich, der französische 2018er-Weltmeister Kylian Mbappe wurde erst in der 78. Minute eingewechselt. Der wiedergenesene Nationalspieler Thilo Kehrer kam ab der 64. Minute zum Einsatz.

"Ja, wir haben viele Änderungen vorgenommen. Aber zwischen zwei wichtigen Champions-League-Spielen gegen Manchester und Basaksehir Istanbul (Dienstag, 21 Uhr/DAZN undim Liveticker auf ntv.de) darf es keine Ausreden geben", sagte Tuchel: "Wir mussten uns in dieser Konstellation erst finden. Das ist uns gelungen, und wir haben verdient gewonnen." PSG-Verteidiger Colin Dagba (33.), Angreifer Moise Kean (77.) und Mbappes 100. Treffer im Trikot von PSG (90.+1) sorgten für den Sieg. Am Dienstag geht es für Tuchel und Co. gegen Istanbul um den Einzug ins Achtelfinale der Champions League. "Hoffentlich war die vergangene Woche ein Wendepunkt, das müssen wir am Dienstag beweisen", so Tuchel. Im Parallelspiel treffen RB Leipzig und Manchester United (Sky) aufeinander.

Quelle: ntv.de, ter