Fußball

Trotz Modeste-Tor zur Rückkehr Paderborn dreht verrücktes Spiel gegen Köln

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In der Benteler-Arena in Paderborn wurde um jeden Zentimeter gekämpft.

(Foto: imago/osnapix)

Im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga verspielt der 1. FC Köln gegen den SC Paderborn eine Zwei-Tore-Führung. Bei den Ostwestfalen flammen die Erstligaträume nun endgültig auf. Im Abstiegskampf tritt der SV Sandhausen weiter auf der Stelle.

SC Paderborn - 1. FC Köln 3:2 (0:1)

Der 1. FC Köln hat trotz des emotionalen Tor-Comebacks von Anthony Modeste wichtige Punkte im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga verschenkt. Die Mannschaft von Trainer Markus Anfang unterlag im Duell der besten Offensivreihen beim SC Paderborn trotz einer Zwei-Tore-Führung mit 2:3 (1:0). Modeste (73.) traf nur vier Minuten nach seiner Einwechslung zum zwischenzeitlichen 2:0, 90 Tage nach Bekanntgabe des Wechsels flossen beim Franzosen gleich nach dem Treffer die Tränen. Zuvor hatte bereits Sturmkollege Jhon Cordoba (38.) getroffen. Bernard Tekpetey (80.), Kai Pröger (86.) und Marlon Ritter (90.+2) drehten in einer denkwürdigen Endphase die Begegnung. In der hektischen Schlussphase sah Kölns Florian Kainz (88.) wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot.

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Modeste, Modeste, Anthony Modeste - traf zwar, doch am Ende gab es kein Fußballfest.

(Foto: imago/osnapix)

Mit nun 39 Punkten liegt Köln als Tabellenzweiter weiter vier Zähler hinter Spitzenreiter Hamburger SV. Paderborn (37) bleibt zuhause weiter ungeschlagen und verbesserte sich zunächst auf Relegationsplatz drei.

Vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion wurde das Spiel in Sachen Intensität zunächst den hohen Erwartungen gerecht. Beide Teams setzten den Gegner schon an dessen Strafraum unter Druck und schalteten nach Ballgewinn schnell um, Cordoba (6.) aufseiten der Kölner und Tekpetey (12.) für Paderborn kamen schnell zu guten Chancen.

Die Kölner wirkten durch die spektakuläre 3:5-Niederlage aus dem Hinspiel gewarnt und erarbeiteten sich im Laufe der ersten Hälfte ein Übergewicht. Eine der wenigen guten Chancen nutzte Cordoba per Direktabnahme aus kurzer Distanz. Auch Paderborn wirkte im Umschaltspiel zwar gefährlich, kam aber im Spielverlauf zunächst immer seltener durch. Das änderte sich aber in den letzten Minuten.

SV Sandhausen - SV Darmstadt 98 1:1 (1:1)

Der SV Sandhausen tritt im Kampf um den Klassenerhalt auf der Stelle. Durch das 1:1 (1:1) gegen Darmstadt 98 verpasste die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat den zumindest vorläufigen Sprung ans rettende Ufer und belegt nach nur einem Sieg aus den vergangenen zwölf Spielen weiterhin den Abstiegsrelegationsplatz. Darmstadt hingegen wahrte durch das Remis nach zuvor zwei Niederlagen seinen Vorsprung von sechs Punkten auf Sandhausen.

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Lilien-Trainer Dirk Schuster bejubelt einen wichtigen Punkt in Sandhausen.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Vor 7624 Zuschauern brachte Fabian Schleusener die Platzherren nach 24 Minuten in Führung. Zehn Minuten später glichen die Hessen durch einen von Tobias Kempe verwandelten Foulelfmeter aus. Sandhausen hatte sich die Führung aufgrund der größeren Spielanteile zunächst verdient. Die Gastgeber hatten in der Anfangsphase auch mehr Chancen als die Hessen. Nach dem umstrittenen Strafstoß für Darmstadt, über den sich Koschinat und sein Darmstädter Kollege Dirk Schuster an der Seitenlinie ein lautstarkes Wortgefecht lieferten, blieb Sandhausen in der Spielanlage gefälliger und drängte auf die Entscheidung. Bei Darmstädter Gegenangriffen hatten die Gastgeber jedoch mitunter auch Glück wie bei einem Pfostentreffer von Kempe (69.). In der Schlussphase verflachte die Begegnung wegen zahlreicher Unterbrechungen etwas. Beste Spieler der Gastgeber waren Rurik Gislasson und Torschütze Schleusener. In Darmstadts Mannschaft überzeugten besonders Kempe und Marvin Mehlem.

Quelle: n-tv.de, mba/sid