Fußball

Rauchbombe gegen den Fifa-Chef Polizei muss Blatter schützen

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Für seine Kritiker schlicht der Pate einer mafiösen Organisation: Joseph Blatter, Fifa-Boss.

(Foto: imago/Digitalsport)

Joseph Blatter betrachtet sich selbst als legitimen Kandidaten auf den Friedensnobelpreis. Das sehen Hunderte Demonstranten in Zürich anders, die massiv gegen einen Auftritt des Fifa-Bosses an der Universität protestieren. Die Polizei schreitet ein.

Ein Auftritt von Fifa-Präsident Joseph Blatter an der Universität Zürich hat zu Tumulten geführt. Der Boss des Weltfußballverbandes musste sogar Polizeischutz in Anspruch nehmen. Eine Gefährdung habe aber zu keinem Zeitpunkt bestanden, teilte die Fifa mit.

Die Zeitung "20 Minuten" berichtete über die Proteste an der ETH. Demnach sei die Demonstration gegen die Fifa vorab geplant gewesen. Auf den Aufrufen heißt es: "Sepp Blatter von der ETH vertreiben! Kein Fußbreit der Fifa und ihren Drecksgeschäften!"

"Blatter verjagen"

Auf der Website der Zeitung sind Fotos zu sehen, auf denen eine rote Rauchbombe gezündet wird. 100 Demonstranten wurde von den Sicherheitskräften in Kampfausrüstung der Zutritt zu dem Hörsaal verwehrt, in dem Blatter einen Vortrag mit dem Titel "Fußball als Lebensschule" hielt. Sie hätten plötzlich das Gebäude gestürmt, heißt es in dem Bericht.

Die Demonstranten versammelten sich zunächst außerhalb der Universität. Auf einem Spruchband war zu lesen: "Blatter verjagen. Fifa enteignen." Nach der Vorlesung ging der Protest in der Züricher Innenstadt weiter. Der Fußball-Weltverband hat seinen Sitz in der Schweizer Metropole.

Quelle: n-tv.de, cba/dpa

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