Fußball

Fan festgenommen, Sperre droht Rassismus-Eklat betrübt Man City zusätzlich

Für Manchester City ist die Niederlage gegen den Stadtrivalen Manchester United doppelt bitter: Der FC Liverpool enteilt in der Premier League weiter - und der Klub muss sich mit einem Rassismus-Vorfall eines Fans beschäftigen. Immerhin gibt es in diesem Fall offenbar einen schnellen Erfolg.

Manchester City muss an diesem 16. Spieltag der englischen Premier League gleich eine doppelte Pleite hinnehmen. Im Stadtderby gegen Manchester United verliert das Team von Trainer Josep Guardiola mit 1:2. Damit ist der Tabellenerste FC Liverpool nun schon auf 14 Punkte enteilt. Und dann fällt auch noch einer ihrer Anhänger durch rassistische Gesten auf: Er wurde dabei gefilmt und das Video online gestellt.

Immerhin gelingt dem Klub schon am Sonntag wenigstens ein kleiner Erfolg: Die Polizei bestätigt, dass der Fan identifiziert wurde und sich in Untersuchungshaft befindet. Es handelt sich demnach um einen 41-Jährigen. Ein Superintendent der Behörde sagte einem Statement zufolge: "Ich möchte der Öffentlichkeit für ihre anhaltende Unterstützung bei diesem Vorfall danken. Rassismus jeglicher Art hat im Fußball oder in unserer Gesellschaft keinen Platz, und ich hoffe, diese Verhaftung zeigt, dass wir diese Angelegenheit sehr ernst nehmen." Und weiter: "Wir werden bei diesem Vorfall weiterhin mit den Vereinen Manchester City und Manchester United Football zusammenarbeiten und alle anderen Anfragen untersuchen."

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Dem Festgenommenen droht nun auch seitens des Klubs eine empfindliche Strafe. Manchester City hatte mitgeteilt, man verfolge im Hinblick auf Diskriminierungen eine strikte "Null-Toleranz-Politik". Wenn es ganz hart kommt, wird er wohl nie wieder ein Spiel von Manchester City sehen. "Wer wegen rassistischer Vorfälle schuldig gesprochen wird, wird lebenslang aus diesem Klub ausgesperrt werden", heißt es in einem Statement des Klubs.

Manchester-Klubs sind sich einig

In einem Video, das in den sozialen Netzwerken kursiert, ist zu sehen, wie ein Fan in der zweiten Halbzeit der Partie obszöne Gesten macht. Gemeint waren diese offenbar gegen den Brasilianer Fred von Man United, der gerade einen Eckball für die Gäste ausführen wollte. Schon zuvor war er bei einer Ecke mit einem Feuerzeug beworfen worden. Fred verweigerte daraufhin die Ausführung des Eckballs bis sich die Situation wieder beruhigt hatte.

Freds Trainer Ole Gunnar Solskjaer fand in dieser Situation keinen Grund dafür, einen neuen Streit mit dem Stadtrivalen zu entfachen: "Warum sollten wir ihn nicht erziehen?", fragte er rhetorisch, "es ist nicht der Fehler von City, es ist sein Fehler. Das hat nichts mit Manchester City zu tun". Der ehemalige Torjäger führte weiter aus: "Es wurde von Kameras aufgenommen, und er sollte nie mehr Zutritt zu seinem Stadion erhalten. Das Verhalten ist inakzeptabel." Da sind sich die beiden Manchester-Klubs ungewöhnlich einig.

Quelle: ntv.de, ara