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Sport
Julen Lopetegui kehrt zu Real Madrid zurück
Julen Lopetegui kehrt zu Real Madrid zurück(Foto: imago/Marca)
Dienstag, 12. Juni 2018

Nachfolger für Zidane gefunden: Real Madrid verpflichtet Spanien-Coach

Der spanische Nationaltrainer Julen Lopetegui wird nach der Fußball-WM neuer Coach bei Champions-League-Sieger Real Madrid. Er folgt damit auf den Franzosen Zinedine Zidane, der seinen Abschied beim Klub verkündet hatte.

Spaniens Nationaltrainer Julen Lopetegui wird nach der Fußball-WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) neuer Trainer von Real Madrid. Die Verpflichtung des 51-Jährigen für drei Jahre gab der spanische Champions-League-Sieger am Dienstag bekannt. Der Franzose Zinedine Zidane war beim Rekordmeister nach dem dritten Titel in der Königsklasse in Serie abgetreten.

Derzeit bereitet sich Lopetegui mit seinen Spaniern auf die WM in Russland vor. Der Weltmeister von 2010 startet am Freitag gegen Portugal ins Turnier. Lopetegui ist seit 2016 Chefcoach der Nationalmannschaft und hatte erst kurz vor der WM seinen Vertrag bei den Spaniern um zwei Jahre verlängert. Unter Lopetegui ist die "Furia Roja" in 20 Spielen ungeschlagen und gewann dabei 14 Mal. Bevor der 51-Jährige bei der spanischen Auswahl die Nachfolge von Vicente Del Bosque antrat, hatte er den portugiesischen Traditionsverein FC Porto trainiert. Dort war er im Januar 2016 wegen Erfolglosigkeit entlassen worden.

Der frühere Torwart spielte von 1988 bis 1991 für Real Madrid, kam aber nur einmal zum Einsatz. Von 1994 bis 1997 spielte er zudem für den FC Barcelona. Lopeteguis Aufstieg kam relativ spät. Noch vor rund vier Jahren war der Mann aus dem Baskenland selbst bei den meisten Fans in Spanien ein Nobody. Immerhin bestritt er ein Länderspiel - 1994 gegen Kroatien.

Vor laufender Kamera ohnmächtig geworden

In seinem ersten Trainerjahr beim Madrider Verein Rayo Vallecano (2003/2004) in der 2. Liga wurde er schon vor Saisonende beurlaubt. Der Schlag saß wohl tief, denn lange Jahre jobbte Lopetegui anschließend nur als TV-Kommentator oder Klub-Späher. Einige erinnerten sich an ihn nur deshalb, weil er einmal als Kommentator vor laufenden Kameras plötzlich ohnmächtig geworden war.

Bei seiner Rückkehr in den Trainerjob arbeitete Lopetegui zunächst fern der öffentlichen Aufmerksamkeit als spanischer Jugend-Coach. Die drei Europa-Titel, die er gewann, waren aber für den FC Porto Grund genug, ihn im Sommer 2014 an den Douro zu holen. Beim portugiesischen Traditionsklub konnte er in der ersten Spielzeit mit offensivem Stil und dem Vorstoß bis ins Viertelfinale der Champions League (Endstation war damals der FC Bayern) die Fans erfreuen. Als die Bayern im Hinspiel 3:1 bezwungen wurden, wurde er von der spanischen Sportzeitung "AS" zum "Giganten" erhoben. Er wurde auch sogar mit dem früheren Barcelona- und Bayern-Coach und heutigem Manchester-City-Trainer Pep Guardiola verglichen und "Guardiola Nummer zwei" getauft.

Quelle: n-tv.de