Sport
"Und, was glaubst du - hat Juri Krasnoschan damals das Spiel gegen Anschi Machatschkala manipuliert oder nicht?" Fan von Lokomotive Moskau.
"Und, was glaubst du - hat Juri Krasnoschan damals das Spiel gegen Anschi Machatschkala manipuliert oder nicht?" Fan von Lokomotive Moskau.(Foto: imago/ITAR-TASS)
Dienstag, 17. April 2018

WM-Countdown (58): Regeln für den Fußball-Smalltalk in Moskau

Von Katrin Scheib, Moskau

Die russische Hauptstadt hat gleich fünf Profi-Fußballvereine. Die Chancen sind also gut, dass man als deutscher WM-Reisender in Moskau einem Fan von einem dieser Fußballvereine begegnet. Hier ein paar Tipps fürs Gespräch.

Zwölf Millionen Einwohner - nach offizieller Zählung, tatsächlich wohl eher mehr. Etwa 2500 Quadratkilometer Fläche. Die Stadt Moskau ist so riesig, dass sie von vielem, was man so von einer modernen Metropole erwartet, gleich mehrere hat. Flughäfen zum Beispiel: Wnukowo, Scheremetjewo und Domodedowo, von allen dreien gibt es Verbindungen nach Deutschland.

Unsere Kolumnistin

Katrin Scheib ist Journalistin, Schalke-Fan und kommt aus dem Rheinland. Als die deutsche Mannschaft 2014 in Brasilien Fußball-Weltmeister wurde, war sie gerade nach Moskau gezogen. Seitdem bloggt sie unter kscheib.de über ihren Alltag und informiert mit ihrem "Russball"-Newsletter jede Woche über den Fußball und die WM-Vorbereitungen in Russland. Und nun schreibt sie für n-tv.de den Countdown, bis das Turnier am 14. Juni beginnt.

Oder Metro-Ringe: Nachdem die Stadt und mit ihr das U-Bahn-Netz gewachsen und gewachsen war, wurde 2016 eine zweite Ringbahn eröffnet - oberirdisch, aber mit Anbindung an viele Metrostationen. Sehr großzügig ausgestattet ist Moskau auch in Sachen sportlicher Infrastruktur, genauer gesagt: mit traditionsreichen Profifußballvereinen.

Davon gibt es in Russlands Hauptstadt gleich fünf: Dynamo, Spartak, ZSKA, Lokomotive und Torpedo. Vier von ihnen spielen in der obersten russischen Spielklasse, der Premjer-Liga, nur Torpedo dümpelt zwei Klassen drunter in der zweiten Division herum. Als deutschem Fan und WM-Besucher kann es einem also leicht passieren, dass man in Moskau auf einen Fan einer dieser Vereine trifft. Darum hier, für jeden der fünf Clubs, ein paar Smalltalk-Hilfen.

Dynamo Moskau

"2015/16 war eher nicht so eure Saison, oder?"
"2015/16 war eher nicht so eure Saison, oder?"(Foto: imago/ITAR-TASS)

Sag:

  • "Wow, ihr seid also der älteste Fußballverein in Moskau? Oder sogar in ganz Russland?"
  • "Hey, hat bei euch nicht damals Kevin Kurányi gespielt?"
  • "Könnt ihr nicht noch mal durch Großbritannien touren, so als diplomatisches Versöhnungsprojekt?"

Sag nicht:

Spartak Moskau

"Toll, euer Stadion erinnert mich total an das in München!"
"Toll, euer Stadion erinnert mich total an das in München!"(Foto: imago/Russian Look)

Sag:

Sag nicht:

ZSKA Moskau

Eins, zwei, drei - Oberkörper frei.
Eins, zwei, drei - Oberkörper frei.(Foto: imago/ITAR-TASS)

Sag:

Sag nicht:

Lokomotive Moskau

Sag:

  • "Endlich mal ein Verein, wo der Besitzer gut zum Team passt!"
  • "2015 war echt euer Jahr, was?"
  • "Wollt ihr nicht mal das Trikot von 1979 neu auflegen? Ich würd’s kaufen."

Sag nicht:

Torpedo Moskau

Sag:

Sag nicht:

Alle Folgen des WM-Countdowns finden Sie hier

Bilderserie

Quelle: n-tv.de