Fußball

Kapitän exklusiv zum Titelkampf Reus hofft auf BVB und fürchtet die Bayern

BVB-Kapitän Marco Reus schreibt die Meisterschaft für Borussia Dortmund noch lange nicht ab. Er selbst ist nach seinem Muskelfaserriss wieder fit für den Rückrundenauftakt der Fußball-Bundesliga und freut sich auf seinen neuen Mitspieler, den Stürmer Erling Haaland.

Borussia Dortmund kann darauf setzen, dass Kapitän Marco Reus zum Rückrundenauftakt der Fußball-Bundesliga wieder fit sein wird. Am 18. Januar geht es für den Tabellen-Vierten gegen den FC Augsburg. Er fühle sich nach seinem Muskelfaserriss wieder fit, sagte Reus im exklusiven Interview mit RTL/ntv. Mit einem Sieg hofft der Kapitän den Weg Richtung Meisterschaft zu ebnen.

Auf die Frage wer Meister werde, antwortete der Kapitän: "Ich hoffe wir!" Und ordnete ein: "Es bleibt, denke ich, bis zum Schluss spannend dieses Jahr. Es sind viele Vereine dabei, die Chancen haben. Ich denke, dass Bayern noch mal kommen wird." Aber auch der BVB habe realistische Chancen. In der Hinrunde sei die Spielweise nicht "effizient genug, nicht BVB-like" gewesen, doch mit dem von Trainer Lucien Favre umgestellten System fühlten sich alle wohler.

Auch Zugang Erling Haaland soll neuen Schwung bringen. Reus setzt auf den 19-jährigen Stürmer, der in der Champions League für Red Bull Salzburg brutal eingeschlagen war. "Er gibt uns andere Optionen mit auf das Feld, eine andere Spielweise, die wir in den letzten Jahren noch nicht hier hatten." Gleichzeitig warnte er vor zu überzogenen Erwartungen: Haaland habe erst spät im Trainingslager mit der Mannschaft trainieren können, schließlich war er verletzt.

"Sie lacht mich trotzdem an"

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Der Kapitän und der Neue: Reus freut sich über seinen neuen Mitspieler Haaland.

(Foto: imago images/Kirchner-Media)

Verletzungen haben Reus auch selbst oft zurückgeworfen. Kreuzbandriss, Muskelfaserrisse, Sprunggelenksprobleme - die Liste ist über die vergangenen Spielzeiten länger und länger geworden. Seine Motivation sei dabei eine ganz einfache: "Ich lebe meinen Traum. Es gibt nicht viele Menschen, die ihr Hobby zum Beruf machen können. Deswegen muss man sich bewusst sein, welch privilegiertes Leben wir führen." Kraft gebe ihm auch seine Familie, betonte Reus. Erst am 23. Dezember 2019 hatte er seine Frau Scarlett geheiratet, im Frühjahr war er Vater einer Tochter geworden. "Meiner Kleinen ist es egal, ob wir gewinnen oder verlieren, sie lacht mich trotzdem an. Wenn du zu Hause die Tür zumachst, beginnt das wahre Leben."

Doch auch wenn er - wie derzeit im Trainingslager in Marbella - häufig weit weg von seiner Familie ist: Ein paar Jahre will der 30-Jährige noch Fußball spielen. Und das in Dortmund, Angebote anderer Topklubs hat er immer wieder ausgeschlagen. "Ich bin hier aufgewachsen, geboren, habe fast mein ganzes Leben hier verbracht", erklärte Reus, der bereits in der Jugend für den BVB spielte und 2012 von Borussia Möchengladbach zurückkehrte. "Ich trage diesen BVB im Herzen." Doch der Hoffnung vieler Fans, dem Fußball auch nach der aktiven Karriere erhalten zu bleiben, erteilte er eine vehemente Absage. "Auf keinen Fall!", beantwortete Reus die Frage, ob er nach der Karriere Trainer oder Manager werden wolle.

Quelle: ntv.de, ara

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