US-Profi klagte sich zum VertragRodman wird zur bestbezahlten Fußballerin der Welt

Für ihren neuen Vertrag legt sich Trinity Rodman sogar mit der Liga an. Die gibt klein bei und führt eine Extra-Regel ein. Nun ist die 23-jährige US-Fußballerin die bestbezahlte Spielerin der Welt.
US-Nationalspielerin Trinity Rodman ist nach Angaben ihres Beraters die nun bestbezahlte Fußballerin der Welt. Die 23 Jahre alte Tochter von Basketball-Legende Dennis Rodman unterschrieb bei Washington Spirit einen Dreijahresvertrag bis 2028, der ihr laut US-Medien jährlich mehr als zwei Millionen Dollar einbringen soll.
"Höchstbezahlte Fußballerin der Welt", schrieb Rodmans Agent Mike Senkowski von der Upper 90 Sports Group auf Instagram zu einer Fotocollage der Stürmerin. Damit ist Rodman auch die Spielerin in der National Women's Soccer League (NWSL) mit dem größten Gehaltscheck. Zuvor galt die dreimalige Weltfußballerin Aitana Bonmatí vom FC Barcelona als bestbezahlte Fußballerin weltweit.
Die Vereinbarung mit Rodman, Olympiasiegerin von 2024, zähle zu den "bedeutendsten Verträgen in der NWSL und im gesamten Frauenfußball weltweit", hieß es in der Klubmitteilung. Dieser spiegele sowohl Rodmans Elite-Status als auch die Rolle von Washington als globaler Vorreiter im Frauenfußball wider. "Ich denke, das ist ein monumentaler und bahnbrechender Moment. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie es sich anfühlt. Natürlich wird jeder seine eigene Meinung dazu haben, aber das war mir eigentlich immer egal", sagte Rodman.
Kreative Lösung im Deal stößt auf Kritik
Der Vertrag der Offensivspielerin, die als der derzeit größte Star der NWSL gilt, war am 31. Dezember 2025 ausgelaufen. Sie soll mehrere hoch dotierte Angebote aus dem Ausland gehabt haben. Wegen der Gehaltsobergrenze der NWSL von 3,5 Millionen US-Dollar pro Team konnte Washington nicht mithalten.
Deshalb einigten sich Washington und Rodman Ende November auf eine kreative Lösung: Ein Vierjahresvertrag, mit dem sie zum Ende des Vertrags signifikant mehr verdient hätte. Liga-Kommissarin Jessica Berman lehnte den Deal aber ab, da er aus ihrer Sicht gegen den Geist der Regeln verstieß. Die Liga warf Rodman zudem ein vorsätzliches Umgehen der Gehaltsobergrenze vor.
Dagegen klagten Rodman und die Spielergewerkschaft NWSLPA. Auch um ihr Aushängeschild nicht nach Europa zu verlieren, führte der Ligavorstand die sogenannte Rodman-Regel ein. Die High Impact Player Rule ist eine Ausnahmeregelung innerhalb der Bestimmungen zu der Gehaltsobergrenze. Sie erlaubt es den Mitgliedsclubs, das Gehaltslimit zu überschreiten, wenn Spielerinnen bestimmte Kriterien erfüllen, die sich an ihrer individuellen Marktattraktivität orientieren.