Fußball

"Gesichtsschonender Weg" Rummenigge macht Tür für Alaba wieder auf

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David Alaba steht beim FC Bayern trotz seines möglicherweise bevorstehenden Abschied zum Saisonende nicht alleine da.

(Foto: imago images/ActionPictures)

Bleibt er oder geht er? David Alaba steht beim FC Bayern nach mehr als zwölf Jahren im Verein vor dem Abschied, beide Parteien können sich nach langen, nicht immer sauberen Verhandlungen nicht auf einen neuen Vertrag einigen. Das Tischtuch scheint zerschnitten - oder doch nicht?

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge lässt im Fall David Alaba nach den gescheiterten Vertragsverhandlungen eine Hintertür offen. "Wenn David beim FC Bayern bleiben möchte, was ich zumindest nicht ganz ausschließe, muss man darüber nachdenken, dass man irgendwie einen gesichtsschonenden Weg für beide Seiten findet. Die Tür ist ja noch einen Spalt auf", sagte Rummenigge dem TV-Sender Sky.

Man müsse mit dem Thema unaufgeregt umgehen, ergänzte der frühere Nationalspieler und verzichtete dabei auch auf kritische Worte in Richtung des Österreichers: "David Alaba ist seit über zwölf Jahren beim FC Bayern. Er ist ein wichtiger Spieler in den ganzen Jahren gewesen. Er hat wahnsinnig viele Titel mit uns gewonnen, ist zwei Mal Triple-Sieger geworden in dieser ganzen Zeit. Es ist wichtig, dass man die Qualität des Spielers und des Menschen ins richtige Licht rückt."

Sportvorstand Hasan Salihamidzic hatte sich zuletzt ebenfalls eher skeptisch zu einem Verbleib Alabas geäußert: "Ich weiß nicht mehr, wie wir noch zusammenfinden sollen." Und sollte Alaba im Sommer ablösefrei gehen, sei dies ein "absoluter Super-GAU", ergänzte er.

Die Bayern hatten ihr Angebot an den österreichischen Star-Verteidiger am letzten Sonntag öffentlich zurückgezogen. Als die Münchner bis Samstag keine Antwort erhalten hatten, hatte Sportvorstand Hasan Salihamidzic laut Bayern-Präsident Herbert Hainer "nochmal aktiv" bei Alabas Berater nachgehakt. "Die Antwort war, dass das Angebot noch immer unbefriedigend ist und wir weiter nachdenken sollen", erklärte Hainer. Der 66-Jährige sieht jetzt den Abwehrspieler am Zug. "Der David ist ja noch acht Monate bei uns unter Vertrag und wir schätzen ihn unheimlich." Nun müssen sich Alaba und sein Berater positionieren.

Quelle: ntv.de, ter/dpa