Fußball

Gigant vor Bundesliga-Rückkehr Schalke 04 im königsblauen Siegesrausch

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Der Gigant aus dem Pott steht vor der Rückkehr in die Bundesliga. Den Fans gefällt das.

(Foto: IMAGO/RHR-Foto)

Am 20. April 2021 steigt Schalke 04 nach einer Pleite bei Arminia Bielefeld in die zweite Fußball-Bundesliga ab. Am kommenden Wochenende kann der ehemalige Chaos-Klub im Topspiel gegen Werder Bremen einen großen Schritt zurück machen. Erfolgs-Interimstrainer Mike Büskens fordert eine "klare Birne".

Mit "klarer Birne" in den Gipfel: Nach dem beeindruckenden Büskens-Sprint an die Tabellenspitze will sich der FC Schalke 04 auf dem Weg zurück in die Fußball-Bundesliga nicht mehr aufhalten lassen. "Die wichtigen Tugenden sind, dass du in der Birne klar bleibst", sagte Sportdirektor Rouven Schröder nach dem 5:2 beim Mitkonkurrenten SV Darmstadt 98 und ergänzte mit Blick auf das absolute Topspiel am Samstag gegen Werder Bremen: "Das ist der nächste Knaller. Wir freuen uns riesig darauf!"

Als "Eurofighter" Mike Büskens den Traditionsverein Anfang März übernahm - ausdrücklich nur als Interimscoach - hatte Schalke als Tabellensechster sieben Punkte Rückstand auf Mitabsteiger Bremen. Nach der Maximalausbeute von 15 Punkten aus fünf Spielen gehen die Königsblauen nun mit zwei Zählern Vorsprung in das Duell Erster gegen Zweiter am viertletzten Spieltag. Doch auch Büskens mahnte zur Gelassenheit. "Wir konnten den Vorsprung ausbauen. Aber wir wissen, dass wir noch gar nix erreicht haben", sagte er.

Der Rest strauchelt

Die Bremer, deren Trainer Ole Werner im Spätherbst gar mit sieben Siegen gestartet war, grämen sich derweil über die verspielte Pole Position. "Man sieht ja, dass Schalke die direkten Duelle gewinnt und wir spielen sie unentschieden", meinte Abwehrspieler Marco Friedl nach dem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg. Er versprach aber: "Wir werden das Spiel gewinnen." Doch Werner mahnte. "Vor dem Publikum auf Schalke ist es eine besondere Konstellation", sagte er mit Blick auf die mit über 60.000 Zuschauern wohl ausverkaufte Arena: "Wir werden uns steigern müssen."

Doch obwohl die Bremer (54 Punkte) zuletzt nur eines von fünf Spielen gewann, bleiben sie mit Schalke (56) Top-Favorit auf den Aufstieg. Auch, weil die Konkurrenz dahinter ebenfalls nicht stabil gewinnt. Besonders groß war der Frust am Wochenende beim FC St. Pauli (53), der ohne das späte Gegentor zum 1:1 beim SV Sandhausen wieder auf Rang zwei gerückt wäre. "Am Ende hast du einen Punkt mehr auf dem Konto und gefühlt sind es fünf weniger", sagte Trainer Timo Schultz: "Der Vorwurf, den ich der Mannschaft wirklich mache, ist, dass die Körpersprache von Minute zu Minute schlechter wurde. Wir haben uns das Loch quasi selber gebuddelt." Am kommenden Samstag erwartet Pauli den Tabellen-Vierten Darmstadt (51) zum nächsten Top-Spiel.

Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht, der das Team am Kiez gelbgesperrt nicht betreuen darf, will trotz des 2:5 gegen die Schalker nicht aufgeben. "Die Lilien leben", betonte er und zeigte sich "massiv stolz, wie die Mannschaft das Herz auf dem Platz gelassen hat." Auch der Fünfte aus Nürnberg (50) lässt sich nicht abschütteln, obwohl in Bremen nach Führung eine große Chance verpasst wurde, ganz oben ran zu rücken. "Bis zum Ende wird es ein spannender Kampf", sagte Torschütze Nikola Dovedan: "Es ist alles möglich." Am letzten Spieltag empfängt der Club die durch eine Fanfreundschaft verbundenen Schalker. Den Sechskampf um den Aufstieg komplettiert der Hamburger SV (48), der durch das souveräne 3:0 gegen den Karlsruher SC zumindest seine Außenseiterchance wahrte. Erst einmal gilt die Konzentration aber dem Pokal-Halbfinale am Dienstag gegen den SC Freiburg. "Wir haben Bock auf dieses schöne Spiel", sagte Trainer Tim Walter.

Quelle: ntv.de, Holger Schmidt, dpa

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