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Neuer Sponsor für Königsblau Schalke 04 findet Gazprom-Nachfolger

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Schalke 04 wurde jahrelang von Gazprom gesponsort.

(Foto: picture alliance/dpa)

Jahrelang ziert ein Gazprom-Schriftzug das Trikot von Schalke 04. Wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine trennt sich der Fußball-Zweitligist von dem russischen Staatskonzern. Die Sponsor-Lücke füllt künftig ein Wohnungsunternehmen.

Fußball-Zweitligist Schalke 04 ist nach der Trennung von Gazprom auf der Suche nach einem neuen Hauptsponsor schnell fündig geworden. Wie der Klub mitteilte, ziert der Schriftzug des Wohnungsunternehmens Vivawest "ab sofort" das Trikot der Königsblauen. Über die weiteren Details der Partnerschaft vereinbarten die beteiligten Parteien Stillschweigen. Nach ntv.de-Informationen erhält Schalke für den restlichen Verlauf der Saison zwei Millionen Euro.

"Die schrecklichen Ereignisse in der Ukraine fordern von uns allen, zusammenzustehen und Haltung zu zeigen. In diesem Sinne gehen wir eine temporäre Partnerschaft mit Schalke 04 ein, die auf gemeinsamen Werten basiert", sagte Uwe Eichner, Vorsitzender der Vivawest-Geschäftsführung.

Schalkes Vorstandsvorsitzender Bernd Schröder erklärte: "Die Gespräche mit Vivawest waren von großer Wertschätzung und einer gemeinsamen Wertebasis geprägt. Mit dieser Partnerschaft beginnt auf Schalke eine neue Zeitrechnung." Der Deal sei auch "mit Blick auf die mittelfristige Finanzplanung und unsere in Kürze geplante Unternehmensanleihe ein positives Signal an unsere Fans und Partner", führte Schröder aus. Die finanzielle Handlungsfähigkeit sei jedoch ohnehin "zu jeder Zeit gegeben" gewesen.

Die Königsblauen hatten ihre jahrelange Partnerschaft mit Gazprom nach der russischen Invasion in die Ukraine vorzeitig beendet. Der Vertrag lief ursprünglich noch bis 2025. In der 2. Liga sollten vom russischen Gaslieferanten neun Millionen jährlich fließen, bei einem Aufstieg wäre die Summe wohl auf 15 Millionen Euro pro Saison angestiegen.

Beim Spiel gegen Hansa Rostock soll Schalke 04 mit einem Sondertrikot auflaufen, berichtet die "Bild". Neben dem neuen Hauptsponsor sollen die Spieler den Schriftzug "GEmeinsam für Frieden" auf der Brust tragen.

Quelle: ntv.de, ses/sid

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