Fußball

So viele Treffer wie noch nieFC Bayern knackt eigenen Uralt-Torrekord

11.04.2026, 21:05 Uhr
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Leon Goretzka erzielte den historischen Treffer. (Foto: picture alliance / kolbert-press)

Ein vermeintlich "ewiger" Rekord ist geknackt, natürlich vom FC Bayern München: Der Rekordmeister schießt in dieser Saison so viele Tore wie noch nie ein Team zuvor in der Geschichte der Fußball-Bundesliga. Den historischen 102. Saisontreffer erzielt Leon Goretzka. 1971/72 hatte der FC Bayern 101 Mal getroffen.

Der FC Bayern München knackt seinen eigenen uralten Tor-Rekord: Durch den Treffer von Leon Goretzka zum 2:0 beim Kantersieg beim FC St. Pauli hat der Titelverteidiger und designierte Meister schon am 29. Spieltag zum 102. Mal in der laufenden Saison getroffen - und damit die eigene Bestmarke aus der Saison 1971/72 geknackt. Damals trug Gerd Müller mit seinen 40 Toren maßgeblich zu den 101 Treffern bei.

Die Leistung des "Bombers der Nation" war erst 2021 von Robert Lewandowski, einem seiner Nachfolger im Bayern-Sturm übertroffen worden. Noch fünf Jahre länger dauerte es nun, bis auch der zweite Rekord aus der Torhagel-Saison 1972 geknackt wurde.

Rekordspiel wird zum Torfestival

Vor Goretzkas Treffer in der 53. Minute hatte Jamal Musiala den Uralt-Rekord mit seinem erst zweiten Saisontor egalisiert. Nach knapp einer halben Stunde hatte der 23-Jährige dann die große Chance auf den historischen Treffer, sein Schuss prallte aber vom Innenpfosten zurück ins Spielfeld.

1972 hatte der Kaiser persönlich für den 101. Treffer gesorgt: Franz Beckenbauer nagelte damals wenige Sekunden vor Saisonende einen Freistoß direkt zum 5:1 ins Tor des FC Schalke 04. Wenige Augenblicke nach Goretzkas historischem Treffer erzielte Michael Olise sogar schon das 103. Saisontor für den FC Bayern, Nicolas Jackson legte mit seinem 4:0 nach. Raphael Guerreiro traf zum 5:0-Endstand. Super-Torjäger Harry Kane ließ Trainer Vincent Kompany mit Blick auf das Rückspiel im Champions-League-Viertelfinale am Mittwoch gegen St. Pauli die komplette Spielzeit auf der Bank.

Für den FC Bayern ist die laufende Saison schon die dritte Runde mit einer dreistelligen Trefferzahl. 2020 hatte Thomas Müller mit seinem 4:0 gegen den FC Augsburg den 100. und letzten Treffer der Saison erzielt. In Lewandowskis Rekordsaison ein Jahr später traf der FC Bayern "nur" 99 Mal.

Kein neuer Punkterekord

In dieser Saison ließen es die Bayern besonders gegen den VfL Wolfsburg mächtig krachen, das 8:1 am 17. Spieltag bedeutete für die "Wölfe" die heftigste Niederlage in ihrer Bundesliga-Geschichte. In nun 13 von 29 Begegnungen erzielte die Mannschaft vier oder mehr Tore.

Kurios: Obwohl Top-Torjäger Harry Kane mit 31 Treffern der kompletten Bundesliga und natürlich auch seinen Teamkollegen meilenweit enteilt ist, verteilen die Bayern-Profis die Tore auf ganz viele Schultern. Der lange verletzte Alphonso Davies ist der einzige Feldspieler aus dem Profikader, der in der laufenden Saison noch nicht getroffen hat.

Mit einem 3:1 beim 1. FC Köln hatte der FC Bayern im Januar die beste Hinrunde der Bundesliga-Geschichte abgeschlossen: 47 Punkte hatte der Klub zwar schon einmal - 2013/14 unter Pep Guardiola - in den ersten 17 Saisonspielen geholt, die Tordifferenz von +53 war allerdings deutlich stärker als unter dem spanischen Welttrainer (+35).

Den eigenen Punkterekord kann der Rekordmeister bis Saisonende allerdings bestenfalls einstellen: Durch das 1:2 gegen den FC Augsburg am 19. Spieltag - die bisher einzige Saisonniederlage - kann die Tormaschine selbst mit ausnahmslos Siegen bis Saisonende "nur" noch auf 91 Punkte kommen. Wie in der Rekordsaison 2012/13.

Quelle: ntv.de, ter

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