Fußball

Absurde Szene in KönigsklasseSpieler läuft übers Wappen, Trainer-Hitzkopf Simeone platzt der Kragen

30.04.2026, 11:55 Uhr
00:00 / 03:09
Atletico-Madrid-s-head-coach-Diego-Simeone-gestures-from-the-touchline-during-a-Champions-League-semifinal-first-leg-soccer-match-between-Atletico-Madrid-and-Arsenal-in-Madrid-Spain-Wednesday-April-29-2026
Diego Simeone ist für emotionale Ausbrüche bekannt. (Foto: AP)

Die Champions-League-Partie zwischen Atlético Madrid und FC Arsenal ist von vielen Emotionen geprägt. Neben strittigen Elfmeterentscheidungen geht es nach der Partie auch ums Drauftreten auf das Atlético-Wappen.

Nach dem Hinspiel der Champions League zwischen Atlético Madrid und dem FC Arsenal (1:1) hat Madrids Trainer Diego Simeone einen Spieler der Londoner zur Rede gestellt. Was war passiert? Arsenal-Verteidiger Ben White lief auf dem Weg zu den Katakomben über das auf dem Rasen befindliche große Atlético-Wappen.

Aus Respekt gegenüber dem Klub und als eine Art ungeschriebenes Gesetz laufen Spieler in der Regel daran vorbei - nicht aber White, der schnurstracks drauftrat. Allerdings muss man dem Engländer zugutehalten, dass er einen deutlichen Bogen hätte laufen müssen, um das Wappen nicht zu betreten.

Simeone gefiel Whites Ignorieren der guten Sitte augenscheinlich nicht. Der Argentinier lief also auf White zu, sagte etwas zu ihm und gab ihm einen Klaps auf den Rücken. Dabei zog er seinen Sohn und Stürmer Giuliano Simeone von White zurück. Der Arsenal-Profi zeigte erst mit dem Finger auf sich, anschließend schaukelte sich die Situation hoch. Es wurde kurz hitzig. Der Austausch verlagerte sich in den Spielertunnel. Mehrere Spieler und Staff-Mitarbeiter konnten die Situation aber wieder lösen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich "Trainer-Vulkan" Simeone mit gegnerischen Spielern, Trainern oder Fans anlegt. Für seine emotionalen Ausbrüche an der Seitenlinie ist "El Cholo" hinlänglich bekannt.

Auch Arsenal-Coach Arteta schimpft

Andere Sorgen hatte Arsenals Coach Mikel Arteta. Noch lange nach Abpfiff schimpfte er über eine VAR-Entscheidung in der Partie. "Was ich nicht verstehe - und worüber ich mich sehr aufrege und wütend bin - ist, wie zum Teufel der Elfmeter gegen Eze zurückgenommen werden konnte. Ich verstehe das nicht. Es verändert den weiteren Spielverlauf völlig", schimpfte er nach dem hart umkämpften 1:1 und schüttelte mit dem Kopf.

In der 78. Minute hatte Atléticos David Hancko Arsenals Eberechi Eze leicht am Fuß berührt, Schiedsrichter Danny Makkelie zeigte sofort auf den Punkt. Nach Eingriff des Videoassistenten nahm der Unparteiische den Strafstoß aber zurück - eine knifflige Entscheidung. "Es ist ganz einfach, es ist ein klarer Elfmeter. Wenn es ein Elfmeter ist, weiß ich nicht, warum man den VAR hinzuziehen muss, warum man sich das 13 Mal ansehen muss – das ist kein eindeutiger Fehler", sagte Arteta bei DAZN zu dieser Situation.

Unzufrieden mit der Schiedsrichterleistung waren indes auch die Spanier. Die Champions League sei gar eine "Schande", schrieb die "Marca". "Von den drei Elfmetern, die den Abend prägten, gab der Schiedsrichter den für Arsenal korrekt und den für Atlético nicht. Sicherlich Zufall." Auch im entscheidenden Rückspiel in der kommenden Woche (Dienstag, 21 Uhr/Prime Video und im ntv.de-Liveticker) in London dürfte es also wieder emotional hoch hergehen.

Quelle: ntv.de, msc

Champions LeagueFußballMadridAtletico Madrid