Fußball

Frühes Aus im DFB-Pokal St. Pauli bestätigt K.-o.-Fluch, Schalke weiter

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Manuel Scheffler verwandelt den Foulelfmeter sicher zum 2:1 gegen St. Pauli-Keeper Robin Himmelmann.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Schalke 04 und Darmstadt 98 ziehen minimalistisch in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Für den FC St. Pauli ist dagegen schon wieder Schluss. Die Hamburger können dem Druck von Fußball-Drittligist SV Wehen Wiesbaden nicht standhalten.

SV Wehen Wiesbaden - FC St. Pauli 3:2 (1:1, 1:0)

Zweitliga-Spitzenreiter FC St. Pauli hat sich wie im Vorjahr frühzeitig aus dem DFB-Pokal verabschiedet. Die Hamburger unterlagen beim Drittligisten SV Wehen Wiesbaden mit 2:3 (1:1, 0:1) nach Verlängerung. Vor 10.007 Zuschauern brachte Sören Reddemann (35.) die Hausherren in Führung, die Richard Neudecker (51.) ausglich. In der zusätzlichen Spielzeit trafen Manuel Scheffler (103.) per Foulelfmeter und Niklas Schmidt (105.) für die Hessen. St. Pauli gelang nur noch der Anschluss durch Christopher Avevor (109.).

In einem abwechslungsreichen Spiel ging Wehen Wiesbaden zunächst nach einem Eckball durch Reddemann, der aus etwa zehn Metern verwandelte, in Führung. Die Gäste drängten danach auf den Ausgleich - vor der Pause aber noch ohne Erfolg. Nach dem Wechsel musste St. Paulis Sturmspitze Sami Allagui verletzt in der Kabine bleiben, für ihn kam Henk Veerman. Die Gäste machten nun noch mehr Druck und wurden belohnt. Nach einem Eckball stand Neudecker frei und traf per Direktabnahme. Auf der Gegenseite vereitelte Hamburgs Keeper Robin Himmelmann gegen Simon Brandstetter (53.) und Stephan Andrist (88./100.) weitere Gegentreffer. Seine Vorderleute vergaben in der regulären Spielzeit die mögliche Entscheidung, als Mats Møller Dæhli (64.) und zweimal Veerman (86./89.) am glänzend aufgelegten SVWW-Torwart Markus Kolke scheiterten. Das rächte sich.

1. FC Schweinfurt - FC Schalke 04 0:2 (0:1)

Schalke 04 ist mit einem glanzlosen Arbeitssieg in die zweite Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der fünfmalige Cupgewinner setzte sich bei Regionalligist 1. FC Schweinfurt 05 mit 2:0 (1:0) durch, hat eine Woche vor dem Start der Fußball-Bundesliga aber noch sehr viel Luft nach oben. Nabil Bentaleb (24.) sorgte per Foulelfmeter für die Führung des Favoriten, der zuletzt vor vier Jahren in der ersten Pokalrunde gescheitert war. Philip Messingschlager hatte zuvor Harit im Strafraum gefoult, aber auch den Ball gespielt.

Ein Eigentor von Adam Jabiri (75.) sorgte bezeichnenderweise für die Entscheidung. Trainer Domenico Tedesco bot in Mark Uth und Salif Sane nur zwei Neuzugänge in der Startformation auf, dennoch tat sich der eingespielte Vizemeister anfangs schwer. Dem Schalker Spiel mangelte es vor 15.060 Zuschauern im ausverkauften Willy-Sachs-Stadion zunächst an Tempo und Ideen. Tedesco stand daher öfters wild gestikulierend an der Seitenlinie.

1. FC Magdeburg - Darmstadt 98 0:1 (0:1)

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Tobias Kempe trifft vom Punkt. Das Tor reicht Darmstadt zum Einzug in die 2. DFB-Pokalrunde.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Zweitligist Darmstadt 98 hat dank eines Blitzstarts die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Beim Ligakonkurrenten 1. FC Magdeburg setzte sich die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster mit 1:0 (1:0) durch, Tobias Kempe erzielte schon in der dritten Minute per Foulelfmeter das erste Tor dieser Pokalsaison.

Vor 20.165 Zuschauern wurde Marvin Mehlem kurz nach dem Anstoß von Nico Hammann im Strafraum gefoult, Kempe verwandelte den Strafstoß zentral. In der Folge entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, in dem Magdeburg aber zunehmend das Kommando übernahm. So kam Christian Beck nach einer Ecke per Kopf zur bis dahin besten Chance des Zweitliga-Aufsteigers, Daniel Heuer Fernandes im Darmstädter Tor hielt stark (26.).

Björn Rother (32.) und erneut Beck (33.) hatten weitere Möglichkeiten, die Gäste retteten die etwas schmeichelhafte Führung aber in die Pause. Im Anschluss wirkte Darmstadt allerdings sicherer, erspielte sich Möglichkeiten und ließ deutlich weniger zu. Erst in der 74. Minute kam Marcel Costly zur ersten guten Magdeburger Chance der zweiten Hälfte, verfehlte das Tor aber knapp.

Quelle: n-tv.de, lou/mba/sid/dpa

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