Fußball

"Er hat mich nicht mehr erkannt" Stevens spricht über Assauers "Scheißkrankheit"

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Assauer und Stevens waren viele Jahre ein eingespieltes Team - und sie führten eine echte Freundschaft.

(Foto: imago/Kicker/Liedel)

Viele Jahre arbeiten der damalige Trainer Huub Stevens und Rudi Aussauer auf Schalke eng zusammen. Ihre lange Freundschaft pflegen sie auch noch, als der Ex-Manager an Alzheimer erkrankt. Nun berichtet Stevens erstmals von ihren letzten Treffen.

Der ehemalige Schalke-Trainer Huub Stevens erinnert sich noch an die letzten Begegnungen mit seinem gestorbenen Freund Rudi Assauer. "Leider war es so, dass er auch mich bei den letzten Besuchen nicht mehr erkannt hat. Er war sehr ruhig, in sich versunken", sagte der heutige Aufsichtsrat des Fußball-Bundesligisten dem Internetportal "Sportbuzzer".

"Er war durch diese Scheißkrankheit schon seit Jahren nicht mehr der Rudi, wie wir alle ihn kannten, nicht mehr der Assi, der mein Freund war." Assauer war seit vielen Jahren an Alzheimer erkrankt und am Mittwoch im Alter von 74 Jahren gestorben. Stevens berichtete, dass er den ehemaligen Manager vor drei, vier Monaten das letzte Mal gesehen habe.

Die Alzheimererkrankung habe Assauer auch körperlich sehr mitgenommen. "Wenn er früher einen Raum betrat, dann stand da eine Persönlichkeit mit großer Ausstrahlung. Und zuletzt wusste er nicht mehr wo er war", erklärte Stevens dem Internetportal. Gemeinsam sangen sie bei den Besuchen manchmal das Lied "O du schöner blauer Vogel". Es ist die Hymne der Taubenzüchter im Ruhrgebiet und der Song, den Assauer oft nach Schalke-Siegen sang. An die Textzeilen konnte er sich auch mit Alzheimererkrankung erinnen.

Die beiden Männer kannten sich viele Jahre, denn als Manager von Schalke 04 hatte Assauer Stevens im Jahr 1996 als Trainer nach Gelsenkirchen geholt. Schon im Jahr darauf feierten sie ihren größten gemeinsamen Erfolg mit den "Eurofightern" - und gewannen den Uefa-Pokal.

Quelle: n-tv.de, sgu/dpa

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