Fußball

EL-Auswärtssieg in Österreich Stindl nährt Gladbachs Europa-Traum

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Lars Stindl schoss Gladbach an die Spitze der Gruppe J.

(Foto: imago images/Eibner Europa)

Spitzenreiter in der Bundesliga, Spitzenreiter in der Europa League: Dank des Treffers von Lars Stindl springt Borussia Mönchengladbach auch international auf Platz eins. Am vorletzten Gruppenspieltag rehabilitieren sich die Fohlen beim Wolfsberger AC zumindest etwas für das Debakel im Hinspiel.

Borussia Mönchengladbach hat dank Kapitän Lars Stindl das Tor zur K.o.-Runde der Europa League weit aufgestoßen. Der Bundesliga-Spitzenreiter gewann am vorletzten Spieltag beim Angstgegner Wolfsberger AC nach schwachem Beginn etwas glücklich mit 1:0 (0:0) und übernahm in Gruppe J die Tabellenführung. Der starke Stindl (60.) erzielte in Graz das Tor des Tages für das Team von Trainer Marco Rose, das im Hinspiel noch ein 0:4-Desaster erlebt hatte. Vor 12.073 Zuschauern, darunter gut die Hälfte aus Deutschland, nahmen die Fohlen trotz einer lange Zeit mäßigen Vorstellung erfolgreich Revanche. Im Heimspiel gegen Istanbul Basaksehir am 12. Dezember reicht somit schon ein Remis sicher zum Weiterkommen.

Wolfsberger AC - Borussia Mönchengladbach 0:1 (0:0)

Wolfsberg: Kofler - Novak, Sollbauer, Gollner, Schmitz - Schmid (75. Wernitznig), Leitgeb - Ritzmaier, Liendl, Niangbo (85. Schmerböck) - Weissman. - Trainer: Sahli
Mönchengladbach: Sommer - Lainer, Strobl, Bensebaini, Wendt - Zakaria - Hofmann, Benes - Stindl (73. Embolo) - Plea (77. Herrmann), Thuram (89. Raffael). - Trainer: Rose
Schiedsrichter: Serdar Gözübüyük (Niederlande)
Tor: 0:1 Stindl (60.)
Zuschauer: 12.073
Gelbe Karte: Gollner

"Das Ergebnis aus dem Hinspiel ist Motivation", hatte Stindl vor dem Anpfiff gesagt. Entsprechend forsch begann die Borussia, hatte zunächst mehr vom Spiel und hielt dem Pressing der giftigen Gastgeber problemlos stand. Gefährlich wurde es in der hektischen und umkämpften Begegnung indes auf beiden Seiten kaum. Ein Schlenzer von Gladbachs Stürmer Alassane Plea (9.) über das Tor war noch die beste Aktion.

Glücklich vor, konsequent nach der Pause

In der Folge verlor die Borussia den Faden, hinzu kamen zahlreiche Fehler im Spielaufbau. So vertändelte Rami Bensebaini in der 30. Minute am eigenen Strafraum den Ball und eröffnete Wolfsberg die größte Chance der ersten Halbzeit: Nach der scharfen Hereingabe traf der freistehende Anderson Niangbo den Ball nicht richtig und scheiterte auch im zweiten Versuch per Kopf. Zur Pause waren die Rheinländer mit dem 0:0 gut bedient.

Direkt nach dem Seitenwechsel hatte Gladbach gegen den Dritten der österreichischen Bundesliga erneut Glück: Nach einem Foul von Tobias Strobl gegen Werder-Leihgabe Romano Schmid im Strafraum blieb die Pfeife von Schiedsrichter Serdar Gözübüyük (Niederlande) stumm. Den Videobeweis gibt es in der Gruppenphase der Europa League nicht, ansonsten wäre die Entscheidung wohl anders ausgefallen. Der erste starke Angriff der Borussia führte aber zur Führung. Der laufstarke Oscar Wendt schlug von links einen Steilpass in den Strafraum, Stindl blieb eiskalt und ließ sich aus kurzer Distanz die Chance nicht nehmen. Danach war Gladbach endlich spielbestimmend und hätte noch höher gewinnen können.

Quelle: ntv.de, tsi/sid